Zeitung Heute : Böhmer erwägt auch Gespräche mit SPD

Der Tagesspiegel

Magdeburg (löb). Christdemokraten und Liberale in Sachsen-Anhalt wollen sich an diesem Mittwoch zu ersten Sondierungsgesprächen über die Bildung einer neuen Landesregierung treffen. Im Vorfeld schlug der designierte Ministerpräsident, CDU-Chef Wolfgang Böhmer, erste personelle Pflöcke ein. So soll der frühere Staatssekretär im Justizministerium des Landes, Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei im Range eines Staatsministers werden. Den bisherigen Parlamentsgeschäftsführer Jürgen Scharf schlägt Böhmer als neuen CDU-Fraktionschef vor. Ambitionen der FDP -Spitzenkandidatin Cornelia Pieper, selbst Ministerpräsidentin Sachsen-Anhalts zu werden, erteilte Böhmer eine klare Absage: „Dieser Punkt ist nicht diskutabel“, betonte er. „Das Land braucht nur einen Ministerpräsidenten, und den stellt die stärkste Fraktion.“ Der designierte Regierungschef sagte, die SPD spiele in seinen Gedankenmodellen „derzeit“ keine Rolle. Der Wählerauftrag ist deutlich ein anderer.“ Allerdings werde sich die CDU der FDP nicht bedingungslos ausliefern, deshalb werde er auch Gespräche mit den Sozialdemokraten nicht generell ausschließen. „Meine Langmut ist groß“, sagte Böhmer zu aus seiner Sicht überzogenen FDP-Forderungen. „Unbegrenzt ist sie aber auch nicht.“

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