• Brandenburg dürfe nicht länger die Schlussposition bei den Zukunftsinvestitionen in Wissenschaft und Bildung einnehmen

Zeitung Heute : Brandenburg dürfe nicht länger die Schlussposition bei den Zukunftsinvestitionen in Wissenschaft und Bildung einnehmen

Die Universität Potsdam wird ihre Struktur auf den Prüfstand stellen, weil sie durch die Kürzungen an Geldern und Personal dazu gezwungen wird. Die Kürzungen hätten inzwischen ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr durch eine gleichmäßige Verteilung der Sparvorgaben auf alle Fakultäten zu bewältigen sei. Vielmehr sollen jetzt Schwerpunkte gesetzt und ein klares Profil herausgearbeitet werden. Denn die Stärken der Universität sollen unter den Sparvorgaben nicht leiden. Dass ganze Studiengänge den Sparzwängen zum Opfer fallen könnten, hält Rektor Wolfgang Loschelder durchaus für möglich.

Professor Loschelder stellte gestern zusammen mit den drei Vizepräsidenten, dem Physiker Profesor Jürgen Kurths, dem Sportwissenschaftler Professor Jürgen Rode und dem Wirtschaftswissenschaftler Professor Dieter Wagner, die künftigen Schwerpunkte vor. Dabei forderte das neue Leitungsteam ein Umsteuern bei der Landesregierung und im Landtag von Brandenburg. Es müsse die Priorität für die Bildung im Landeshaushalt gesetzt werden und Brandenburg dürfe nicht länger die Schlussposition in Deutschland bei den Zukunftsinvestitionen in Wissenschaft und Bildung einnehmen. Es sei ein unhaltbarer Zustand, dass von dem Gesamthaushalt der Universität in Höhe von 145 Millionen Mark nur noch 10,6 Prozent für Sachmittel und nur noch ein Prozent für Investitionen zur Verfügung stünden. Unhaltbar sei es auch, dass die Aufwendungen pro Student von 9600 Mark auf 6370 Mark in dem kurzen Zeitraum von 1996 bis 1999 zurückgegangenen seien. Dabei bestehe nach wie vor eine erhöhte Nachfrage der Studenten, die an der Universität Potsdam studieren wollten. Aber wegen nicht ausreichender Geldmittel und Stellen hätten inzwischen Zulassungsbeschränkungen in 25 Studiengängen verhängt werden müssen.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben