Zeitung Heute : Brandenburg will in Polen Polizisten anwerben

Potsdam - Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) will stärker um Polizeianwärter aus Polen werben. „Das macht bei der regionalen Lage Brandenburgs absolut Sinn. Ich denke da besonders an die Lage in der Grenzregion“, sagte Holzschuher dem Tagesspiegel. In Grenznähe ist die Kriminalität, insbesondere bei Autodiebstählen, höher als in anderen Regionen. „Wir brauchen die enge Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden“, betonte der Minister. „Und wir haben in Brandenburg natürlich auch viel mit polnischen Bürgern zu tun.“ Kämen mehr Polizeianwärter aus Polen, wäre das „eine klassische ‚Win-win-Situation‘ für beide Seiten“. Er verwies darauf, dass Bürger aus anderen EU-Staaten auch in Deutschland Beamte werden können. Voraussetzung sei „natürlich die gute Beherrschung der deutschen Sprache“. Brandenburg will künftig pro Jahr 275 Polizeianwärter einstellen, mehr als doppelt so viele wie bisher. Die Landespolizei, derzeit 8250 Beamte, leidet an Überalterung und einem der bundesweit höchsten Krankenstände. Im Zuge der 2010 gestarteten Polizeireform sollte die Stellenzahl bis 2020 eigentlich auf 7000 schrumpfen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ließ dies jetzt auf 7800 Stellen nach oben korrigieren. thm

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