Zeitung Heute : Brigitte Fürle, Dramaturgin

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Zu zweit sein, ist doch klar!

2. Zu Hause: Das ist der Ort, wo man gern aus dem Fenster guckt.

3. An Theater: Dass man inmitten vieler fremder

Menschen Gemeinsamkeit erlebt.

4. An Tanz: Wenn grandiose Technik mit Ausstrahlung und Präsenz zu sehen ist, fasziniert mich das.

5. An den Berliner Festspielen: Ein charmantes

Theater, das eine große Geschichte spüren lässt!

6. An meiner Arbeit: Die Schauspieler, das Publikum, das Ideensammeln und Entdecken – fast alles also.

7. An meinem Leben: Dass es eine einzige große

Reiseerfahrung ist. Hier und jetzt.

8. An Berlin: Die Hauptstadtkulturluft ohne großstädtische Arroganz und ein wunderbares Publikum.

9. Ansonsten: … liebe ich es, auch mal auf einen Berg zu steigen und von oben auf die Welt zu schauen.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Gleich an alle Termine des Tages gleichzeitig denken.

2. Zu Hause: … der Fernseher meines Nachbarn nervt.

3. An Theater: Wenn das Geld die größte Rolle spielt.

4. An Tanz: Tanz geht selten über 40 – immer nur junge Tänzer finde ich langweilig.

5. An den Berliner Festspielen: Dass sie immer noch als elitäre Veranstaltung gelten.

6. An meiner Arbeit: Seit jeher: Hotelzimmer.

7. An meinem Leben: Das Tempo, mit dem es rast. Wir sind schon wieder in der Spielzeit-Europa-Saison, und ich bin doch gerade erst angekommen.

8. An Berlin: Dass die Festspiele international Bekanntheit und Anerkennung genießen, während man in Berlin ums Wahrgenommenwerden kämpfen muss.

9. Ansonsten: … ist dieser Fragebogenstil ganz

gegen meine Natur.

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