Zeitung Heute : Bürger wollen Polizei beobachten

Der Tagesspiegel

Mit etwa 50 bis 100 geschulten Beobachtern will das Personenbündnis „Denk Mai neu“ um den FU-Professor Peter Grottian jetzt die „Revolutionären 1.-Mai-Demonstrationen“ begleiten. „Allein die Tatsache, dass auch die Polizei beobachtet wird, hat oft eine gewaltdämpfende Wirkung“, zeigte sich Grottian gestern überzeugt.

Nach dem Scheitern seines Konzepts eines polizeifreien Kreuzberg am 1. Mai werde sich das Personenbündnis „nicht auflösen, aber einen Rollenwechsel vornehmen“, sagte Grottian weiter. Statt einer Politik- und Kulturmeile in der ganzen Oranienstraße konzentriert man sich nun auf eine Veranstaltung am Nachmittag des 1. Mai auf dem Oranienplatz. Dort soll über „Krieg, Armut und die aktuelle Stadtpolitik diskutiert werden“. Am Abend vorher plant das Bündnis ebenfalls auf dem Oranienplatz ein großes Konzert, unter anderem mit „Tocotronic“.

Dem Anmelder der 1.-Mai-Demo um 18 Uhr, die zum Auswärtigen Amt in Mitte führen soll, deutete die Polizei ein generelles Demoverbot für den Bezirk Mitte an. Dieser kündigte dagegen Klage bis vor das Bundesverwaltungsgericht an.chv

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