Zeitung Heute : Bürsten allein reicht nicht

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Die richtige Pflege der Zähne ist im Grunde ganz einfach. Man braucht nur drei Dinge: Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide.

Putzen sollte man die Zähne zwei Mal am Tag. Ob mit einer elektrischen Zahnbürste oder von Hand, entscheidet die eigene Vorliebe. Grundsätzlich putzen elektrische Zahnbürsten etwas besser, doch sie müssen auch richtig angewendet werden: „Man sollte systematisch vorgehen“, sagt Rainer Seemann vom Zentrum für Zahnmedizin der Charité. Am besten legt man links oben im Mund mit der Reinigung los und arbeitet sich dann durch den ganzen Mund. Sonst bleiben immer Stellen, wo die Bürste nie hingelangt.

Zusätzlich zur Reinigung mit der Zahnbürste ist das wichtigste Utensil die Zahnseide. Nur drei Prozent aller Deutschen benutzen sie regelmäßig, während in den USA ein Viertel der Einwohner täglich zur Zahnseide greifen. Dabei kommt nur sie dorthin, wo die Zähne am meisten gefährdet sind: in die Zwischenräume. „Bei vielen Patienten ist der Außenraum der Zähne gut geputzt, manchmal sogar überbehandelt. Aber die Zahnzwischenräume werden vernachlässigt. Dabei ist ihre Reinigung essentiell. Dafür sollte man sich mehr Zeit nehmen“, erklärt Rainer Seemann. Bei größeren Zahnzwischenräumen hilft eine Interdentalbürste – geformt wie eine kleine Flaschenbürste.

Welche Pflegeprodukte darüber hinaus noch nützlich sind, ist individuell verschieden. Am besten kann das der eigene Zahnarzt beurteilen. Wer stärker zu Karies neigt, sollte einmal pro Woche mit einem Fluoridgel die Zähne putzen. Am besten abends, damit das Fluorid über Nacht seine Wirkung entfaltet. Und wer möchte, reinigt noch seine Zunge mit einem Schaber vom Belag, der für Mundgeruch ursächlich sein kann. mmk

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