Zeitung Heute : Bullerjahn: Auch im Bund keine Perspektive für Rot-Rot

Magdeburg - Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, sieht auch langfristig keine Perspektive für ein rot-rotes Regierungsbündnis im Bund. „Ich glaube, nicht, dass es überhaupt dazu kommen wird“, sagte Bullerjahn dem Tagesspiegel. Der Anspruch der Linken auf Regierungsbeteiligung im Bund werde sich nicht erfüllen – „angesichts der Debatte, die der Partei bevorsteht und vorausgesetzt, dass sie diese tiefgreifend führt“.

Bullerjahn bekräftigte seine Festlegung, in Sachsen-Anhalt keinem linken Ministerpräsidenten ins Amt zu verhelfen. „Ich sehe nicht ein, eine Linke zu stabilisieren, die ihre internen Widersprüche nicht klärt“, sagte er. Außerdem sei mit dieser Partei der eingeschlagene Sanierungskurs im Land nicht fortzusetzen.

Der Spitzenkandidat der Linken, Wulf Gallert, wandte sich dagegen, Bullerjahn im Falle eines besseren Abschneidens der Linken bei der Landtagswahl am 20. März den Vortritt als Regierungschef zu lassen. Auch ein parteiunabhängiger Kompromisskandidat komme nicht infrage, sagte Gallert. „Wir würden damit das Wählervotum auf den Kopf stellen.“ Das Signal, dass man Personalpolitik unabhängig vom Wahlergebnis machte, wäre „verheerend in einem Land, in dem sich schon jetzt 75 Prozent der Menschen politisch nicht mehr vertreten fühlen“, warnte er. sc/raw

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