Zeitung Heute : BVG spart jetzt an der Spitze

Der Tagesspiegel

Die BVG spart jetzt auch in ihrer Verwaltungsspitze. Freiwerdende Direktorenposten werden nicht mehr neu besetzt. Stattdessen werden zwei Bereiche von einem Direktor geführt. Das Sparen an der Verwaltungsspitze ist dabei mehr aus der Not geboren. Überraschend für das Unternehmen hat U-Bahn–Direktor Ulrich Deinhardt auf eigenen Wunsch das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen. Der bisherige Chef der Straßenbahn, Wolfgang Predl, leitet in Zukunft auch die U-Bahn, wobei beide Bereiche organisatorisch getrennt bleiben.

Eine ähnliche Lösung hatte die BVG bereits Anfang des Jahres nach dem Ausscheiden des Finanzdirektors gefunden. Diese Abteilung wird nun zusammen mit der Abteilung Information und Kommunikation von Detlev Kruse geführt.

Verzichten will das Unternehmen außerdem auf die Bestellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden. Das Gremium soll weiter wie jetzt aus drei Mitgliedern bestehen. Hier steht allerdings die Entscheidung von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) noch aus, der Aufsichtsratsvorsitzender der BVG ist. Sein Kollege, Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS), hat sich bereits für die kleine Lösung ausgesprochen. Der Chefposten ist seit dem vergangenen Sommer vakant.

Weil die Vorgaben beim Personalabbau insgesamt noch nicht erreicht worden sind, hat die BVG zudem die Abfindungssumme für freiwillig ausscheidende Mitarbeiter erhöht. Wer das Unternehmen verlässt, kann statt 41 000 Euro nun 51 000 Euro kassieren. Die Zahl der Beschäftigten ist seit 1992 von fast 29 000 zwar bereits auf 13 500 reduziert worden, laut Plan sollten es aber jetzt nur noch 12 800 sein.kt

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