Zeitung Heute : BVG streikt – und morgen der Bund

Berlin - Im öffentlichen Dienst drohen Warnstreiks. Die dritte Tarifrunde wurde am Dienstag in Potsdam ergebnislos vertagt. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sagte, er werde der Tarifkommission Warnstreiks empfehlen. Im Tarifkonflikt mit der Berliner BVG hat Verdi bereits für den heutigen Mittwoch zu einem zehnstündigen Warnstreik aufgerufen. Busse und Bahnen werden aber fahren, da der Fahrdienst von den Aktionen ausgenommen ist. Lediglich die Verwaltung und die Werkstätten sollen bestreikt werden. Die Gewerkschaft wolle nicht die Fahrgäste treffen, sagte ein Sprecher. Dennoch könnten Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr nicht ausgeschlossen werden.

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wurden auf den 25. Februar vertagt. Die Gewerkschaft der Polizei, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie der Beamtenbund machten deutlich, dass sie sich den Aktionen anschließen werden. Diese soll es dem Vernehmen nach von Donnerstag an in unterschiedlichen Bereichen geben. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) warf den Gewerkschaften eine kompromisslose Haltung vor. Mit dem Angebot von insgesamt fünf Prozent mehr Einkommen seien die Arbeitgeber den Gewerkschaften einen großen Schritt entgegengekommen, sagte Schäuble. Bsirske warf den Arbeitgebern „eine Fortsetzung der Politik des Reallohnverlustes“ vor. dpa/sik

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