Zeitung Heute : C & N: Deutschland aus dem Katalog gut verkauft

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"Das soeben abgelaufene Tourismusjahr war nicht einfach, doch C & N hat sich gut behauptet." Bei einem realen Wachstum des Gesamtmarktes von zwei bis drei Prozent, habe sein Unternehmen fünf bis sechs Prozent zulegen können, berichtete jetzt Stefan Pichler, Vorstandsvorsitzender der C & N Touristik AG aus Anlass der Programmvorstellung der stärksten Veranstaltermarke (Neckermann Reisen) des Konzerns in Limassol auf Zypern. Auch habe der Konzern mit den verschiedenen Veranstaltern "kräftig" Marktanteile gewinnen können.

Im soeben abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 (31. Oktober) legte Neckermann Reisen bei den Gästezahlen drei Prozent zu. Zu Gewinnern bei den Flugdestinationen zählten dabei Türkei, Ägypten, Bulgarien, Zypern und Italien. Bei den aus dem Katalog gebuchten Autoreisen verzeichnete Deutschland das höchste Wachstum. Im aktuellen Winterprogramm liege der Buchungsstand insgesamt um drei Prozent über dem Vorjahr, hieß es. Dabei zeichne sich ab, dass der Trend zur Kurzfristbuchung anhalte. Für das Tourismusjahr 2000/01 erwartet Pichler für die Marke Neckermann ein Wachstum um sieben Prozent bei Gästen und Umsatz. Die von Wirtschaftsinstituten prognostizierte positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland werde dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Die Preisentwicklung für den kommenden Sommer wird vornehmlich durch den hohen Dollarkurs und die gestiegenen Rohölpreise bestimmt. Dennoch bezeichnet Neckermann seine im Katalog ausgewiesenen Preissteigerungen als moderat. Im so genannten Flug Nah Bereich, also bei Zielen rund ums Mittelmeer, liegen die Steigerungen zwischen einem Prozent für Malta und drei Prozent für die Kanarischen Inseln und Zypern beziehungsweise dreieinhalb Prozent für Italien. Auf der Fernstrecke liegen die höchsten Preissteigerungen mit vier Prozent bei der Dominikanischen Republik und den Malediven sowie Mauritius. Einen Vergleich zum Vorjahr für die USA gibt es nicht, da Neckermann das Land neu im Programm hat. Einen Kerosinzuschlag für Ferienflüge während des laufenden Winters schließen die Neckermann-Manager "nahezu" aus, ob es im Sommer 2001 dazu komme, hinge von der Entwicklung des Ölpreises ab, hieß es. Bei den Zielen, die mit Anreise per Auto, Bahn oder Bus ausgeschrieben sind, bleiben die Preise etwa auf Vorjahresniveau.

Sein Unternehmen werde weiter nach künftigen Partnern in Europa Ausschau halten, so Pichler, sich in der nahen Zukunft jedoch vor allem darauf konzentrieren, verstärkt im Hotelbereich zu investieren. Das Nahziel sei, die Bettenkapazität von derzeit 40 000 auf 100 000 zu erhöhen. "Wir werden von Jahr zu Jahr eine Ergebnisverbesserung bis zur Börsenfähigkeit erreichen."

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