Zeitung Heute : „Capo Circeo Preis“ an Manfred Pfister

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In Anerkennung seiner langjährigen Forschungen in der anglistischen Literaturwissenschaft, die sich immer wieder dem Dialog zwischen der englischen und der italienischen Kultur gewidmet haben, hat Prof. Dr. Manfred Pfister von der Freien Universität Berlin den „Capo Circeo Preis“ erhalten. Der Preis wurde am 26. November von der „Vereinigung für deutschitalienische Freundschaft“ in Rom verliehen. Die spezifischen Forschungen Manfred Pfisters haben einen neuen Impuls für die Studien der Kulturgeschichte des Reisens gegeben. Dabei hat der gebürtige Landshuter eine Soziologie der Typisierung des Eigenen und des Fremden gegründet. Seit seiner Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München 1972 gehört auch die Shakespeare-Forschung zu Pfisters Schwerpunkten in der Lehre und Forschung. Dabei geht es ihm nicht alleine um Hintergrundstudien, sondern darum, zu zeigen, wie in Shakespeares theatralischen Repräsentationsformen diese Diskurse inszeniert und dialogisiert werden. Von hier aus öffnet sich eine Perspektive auf eine neue Art, Literaturgeschichte zu schreiben, die auch die internationalen Diskurse über Shakespeare bis in unsere Gegenwart hinein mitreflektiert.

Mit dem „Capo Circeo Preis“ ehrt die „Vereinigung für deutsch-italienische Freundschaft“ Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, die zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und Italien beigetragen haben. In diesem Jahr wurden neben Prof. Dr. Manfred Pfister auch der Historiker Prof. Dr. Heinrich August Winkler, der Schriftsteller Fernsehredakteur Guido Knopp, der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Heinrich von Pierer, und weitere Persönlichkeiten geehrt. Pfisters Forschungsschwerpunkte bilden die Literaturtheorie und -geschichte, wobei er sich auf die Gattungen Drama, Lyrik und nicht-fiktionale Prosa sowie historisch auf die Renaissance, das Fin de siècle und die Gegenwart konzentriert. is

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