Zeitung Heute : CDU: Die Hamburg-Wahl entscheidet über Rot-Rot

Berlin - Der Streit über den Umgang mit der Linkspartei droht das Klima in der großen Koalition in Berlin zu vergiften. In der Union wurde am Samstag zwar ein Zeitungsbericht als falsch zurückgewiesen, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) intern ein „Ende der Friedenspflicht“ für den Fall ausgerufen habe, dass die SPD in Hessen mit der Linkspartei paktiert. Unbestreitbar sei aber, dass die Zusammenarbeit erheblich erschwert würde, hieß es. CSU-Chef Erwin Huber warnte SPD-Chef Kurt Beck vor einem „Spiel mit dem Feuer“. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla erklärte die Wahl in Hamburg an diesem Sonntag zur Richtungsentscheidung über Rot-Rot. Auch aus der SPD erntete Beck weiter Widerspruch. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sagte, die SPD dürfe und werde ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen. Linksparteichef Oskar Lafontaine forderte die SPD im „Focus“ auf, ihre Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti mit Links-Stimmen zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Linksfraktionschef Gregor Gysi sagte dagegen im „Spiegel“, er glaube nicht, dass Ypsilanti sich in der geheimen Wahl auf die eigene Fraktion verlassen könne. bib

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