Zeitung Heute : CeBIT Home: Hannover, Leipzig - und nun Berlin?

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Der Zeitpunkt war gut gewählt: Am Tag vor der Eröffnung der Expo das Aus für die CeBIT Home bekanntzugeben und zugleich zu wissen, dass wegen Himmelfahrt viele Publikationen erst wieder am Freitag erscheinen, gab der Hannoveraner Messegesellschaft die Gelegenheit, das Thema klein zu halten. Denn leichten Herzens wurde diese Entscheidung sicherlich nicht getroffen, zumal der erfolgsverwöhnte Ausrichter der CeBIT damit eingestehen muss, dass selbst der zukräftige Name nicht ausgereicht hat, die konzeptionellen Probleme auszugleichen. Und davon gab es genügend.

Das wohl größte bestand darin, dass die Hersteller von Consumer Electronics - vor im Digitalbereich - zwar in Produktzyklen denken, die von einer im zweijährigen Turnus stattfindenden Funkausstellung nicht abzubilden sind. Längst sind es nicht nur die Hersteller von Computern, die quasi im Monatsrythmus mit immer neuen Hardware-Features und Leistungswerten um Aufmerksamkeit kämpfen. Auch bei Mobiltelefonen, digitalen Fotoapparaten, CamCordern und auch in der digitalen Musikwelt wird die Produktpalette mindestens einmal jährlich komplett ausgetauscht.

Doch auf der anderen Seite lebt die Unterhaltungselektronik zumindest aus Sicht der Messe und auch der Besucher vom großen Event, von den Stars und Sternchen und nicht zuletzt der medialen Öffentlichkeit der TV-Stationen. Und die fühlten sich offensichtlich in Hannover und erst recht in Leipzig, dem Ausweichstandort des Expo-Ausrichters Hannover, nicht so recht heimisch.

Immerhin: Der Bedarf nach dem Messetyp CeBIT Home ist aus Sicht der Industrie nach wie vor vorhanden. Wenn auch unter anderen Vorzeichen und an anderem Ort. Warum nicht in Berlin?

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