Zeitung Heute : China: Peking geht gegen Internet-Foren vor

Mit einer groß angelegten Kontrollaktion gegen Nachrichtenseiten und so genannte Chatrooms will China die Nutzung des Internet weiter einschränken. Nach einer entsprechenden Anordnung des Informationsministeriums, die in der chinesischen Volkszeitung veröffentlicht wurde, sollen von Dienstag an sämtliche Nachrichtenseiten und Diskussionsforen im Internet stärker unter die Lupe genommen werden. Mit der Maßnahme will die Führung in Peking offenbar der wachsenden Offenheit auf chinesischen Internetseiten begegnen, die sich in letzter Zeit immer mehr zu Protestforen gegen die Führung in Peking entwickelten.

Nach der Anordnung, die von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zitiert wurde, ist es in China künftig verboten, Informationen via Internet zu verbreiten, die sich "gegen die Verfassung richten, die staatliche Sicherheit bedrohen, Staatsgeheimnisse enthüllen sowie ketzerisches Gedankengut, Pornographie und Gewalt verbreiten". Im kommunistisch regierten China verdoppelte sich die Zahl der Internetnutzer annähernd seit Beginn des Jahres. Zur Zeit informieren sich 16,9 Millionen Menschen in China über das weltweite Datennetz.

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