Chronik der EU : Mühevolle Partnerschaft

7. Februar 1992: Maastricht-Vertrag

Er ist nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation die Geburtsstunde der Europäischen Union in ihrer heutigen Form. Beschlossen wird zugleich die Gründung einer Wirtschafts- und Währungsunion, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und eine engere Verflechtung der Innen- und Justizpolitik.

1995: Norderweiterung

Schweden, Finnland und Österreich werden in die EU aufgenommen, sie wächst auf 15 Mitglieder.

18. Juni 1997: Vertrag von Amsterdam

Die Befugnisse des EU-Parlaments werden stark ausgeweitet. Wegen steigender Arbeitslosigkeit in Europa wird die Beschäftigungspolitik als Hauptziel in die Verträge mit aufgenommen.

11. Dezember 2000: Vertrag von Nizza

Wichtigste Änderung ist, dass in vielen Bereichen Beschlüsse mit qualifizierter Mehrheit statt mit Einstimmigkeit die Regel werden.

1. Januar 2002: Währungsunion

Wie im Maastricht-Vertrag beschlossen, wird der Euro als einheitliches Barzahlungsmittel in der EU eingeführt. Bereits 1999 war er für die Zentral- und Geschäftsbanken in Kraft getreten. Großbritannien und Dänemark bleiben bei ihren nationalen Währungen.

1. Mai 2004: Osterweiterung

Zehn weitere Staaten treten der EU bei – Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowenien, Slowakei und Ungarn sowie Malta und der griechische Südteil Zyperns. Am 1. Januar 2007 werden als 26. und 27. Mitglied Rumänien und Bulgarien in die EU aufgenommen.

Sommer 2005: Keine Verfassung

Ein von einem Europäischen Konvent 2003 erarbeiteter Vertrag über eine Verfassung für Europa scheitert im Sommer 2005 – an ablehnenden Referenden in Frankreich und den Niederlanden. Die EU sollte per Verfassung zusätzliche Kompetenzen erhalten, demokratischer, handlungsfähiger werden.

13. Dezember 2007: Lissabon-Vertrag

Er übernimmt die wesentlichen Elemente des ursprünglichen EU-Verfassungsvertrags. Im Gegensatz zu diesem Entwurf ersetzt er aber EU- und EG-Vertrag nicht, sondern änderte sie nur ab. Mit diesem Papier wird die rechtliche Fusion von Europäischer Union und Europäischer Gemeinschaft vollzogen.

9. Dezember 2011: Fiskalunion

17 Staaten des Euro-Raumes sowie weitere EU-Staaten vereinbaren, eine Fiskalunion gründen zu wollen. Nur Großbritannien zieht nicht mit. Tsp

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