Chronik der Lebensmittelskandale : Von BSE bis Rindfleisch-Lasagne

Der verschimmelte Mais im Futter ist nicht der erste Lebensmittelskandal in Deutschland. Eine Auswahl

Carolin Henkenberens

2013:Pferdefleisch in Rindfleisch-Lasagne macht Schlagzeilen. Kurz darauf fliegt ein Betrug um Eier auf. Es wurden mehr Hennen gehalten als erlaubt.

2011: Der Etikettenschwindel eines italienischen Unternehmens wird enttarnt. Es hatte konventionell produziertes Essen mit dem Label „Bio“ versehen.
2011: Lebensgefährliche Darmbakterien aus ägyptischen Sprossen lösen den EHEC-Skandal aus, in dessen Folge 42 Deutsche sterben und mehr als 3600 erkranken.

2011: Die Behörden finden Dioxine in Fleisch und Eiern, weil ein Fetthersteller minderwertige und billige Industriefette an Tierfutterhersteller verkauft hatte.

2006: Tonnenweise ungenießbares und verdorbenes „Gammelfleisch“ wird bei Lieferanten entdeckt. Vor allem Dönerfleisch ist betroffen.

2005: Supermärkte etikettieren abgelaufenes Hackfleisch um.

2002: In Biofleisch wird krebserregendes Pflanzenschutzmittel gefunden. Es war über den Boden einer Lagerhalle in das Futter von Bio- Hühnern und Puten gelangt und an diese verfüttert worden.

2001: In importierten Shrimps und Garnelen wird ein Antibiotikum nachgewiesen, das zu Blutkrebs führen kann. Fischzüchter hatten es vorsorglich ins Wasser gegeben. Auch Fleisch ist belastet, weil Schweine und Rinder mit Fischmehl gefüttert wurden.

2000: Der Rinderwahn BSE verbreitet Panik in Europa. Ursache der Seuche ist die Verfütterung von Tiermehl.

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