Zeitung Heute : CHRONIK DES VIETNAMKRIEGS

1946



Beginn des Indochinakriegs mit der Beschießung der Hafenstadt Haiphong durch französische Schiffsartillerie mit dem Ziel, die Kolonialherrschaft wiederherzustellen.

1954

Im März erleidet die französische Expeditionsarmee in Dien Bien Phu eine vernichtende Niederlage. Bei der Indochinakonferenz in Genf wird die Aufteilung Vietnams beschlossen. Im Norden behalten die Kommunisten die Kontrolle, im Süden wird eine antikommunistische Republik ausgerufen.

1955

Die USA beginnen, Südvietnam militärisch zu unterstützen. Der Norden erhält militärische Hilfe von der Sowjetunion und China.

1960

Gründung der kommunistisch ausgerichteten Guerillaorganisation Front National de Libération in Südvietnam, verkürzt Vietcong. Die Front vereint oppositionelle Gruppierungen unter kommunistischer Führung mit dem Ziel, den bewaffneten Kampf zu organisieren.

1964

Im Golf von Tonkin wird angeblich ein US-Kriegsschiff von nordvietnamesischen Schnellbooten angegriffen. Ob der Zwischenfall sich so ereignete, konnte nie geklärt werden.

1965

Mit dem Tonkin-Zwischenfall begründen die USA ihr Eingreifen. Der Norden wird bombardiert, im Süden landen amerikanische Soldaten, bis zum Jahresende sind es bereits über 180 000. Der Krieg wird von beiden Seiten mit grausamer Härte geführt.



1968

Am 30. Januar beginnt die Tet-Offensive, der Vietcong erobert zahlreiche Städte. US-Truppen brauchen fast einen Monat, um die Kontrolle über Hue zurückzuerlangen. Der Vietcong erleidet dabei überall hohe Verluste. Trotzdem stellt die Offensive eine Wende dar, denn die Ablehnung des Vietnamkriegs in der amerikanischen Bevölkerung wächst.

1970

Die USA weiten ihre militärische Intervention auf Kambodscha aus.

1970

Bei einer Protestkundgebung an der Kent State University im US-Bundesstaat Ohio eröffnet die Nationalgarde das Feuer auf Demonstranten und tötet vier Studenten, neun werden teils schwer verletzt.



1973

Waffenstillstandsabkommen in Paris, die USA ziehen ihre Truppen aus Vietnam zurück. Der Krieg wird von der Armee Südvietnams fortgesetzt.

1975

Mit der Einnahme Saigons durch nordvietnamesische Truppen endet der Krieg. 58 226 amerikanische Soldaten sind gefallen, die Zahl der vietnamesischen Toten in Nord und Süd dürfte bei mindestens 1,3 Millionen liegen, es könnten aber auch über drei Millionen gewesen sein.

1976

Das Land wird als Sozialistische Republik Vietnam wiedervereinigt. elis

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