CHRONOLOGIE DES GENOZIDS : 100 Tage Terror

6. April 1994:

Das Flugzeug, in dem Präsident Juvenal Habyarimana sitzt, wird beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen.

7. April: Der brutale Massenmord radikaler Hutu-Milizen beginnt. Die Opfer werden vielfach mit Macheten zerstückelt.

8. April: Theoneste Bagosora, ein führender Planer im Verteidigungsministerium, fordert extremistische Hutu-Politiker zur Bildung einer Übergangsregierung auf. Zum Staatspräsidenten wird Théodore Sindikubwabo, zum Premierminister Jean Kambanda ernannt. Die internationale Gemeinschaft reagiert auf die Gewalt, indem sie Ausländer aus Ruanda ausfliegt. Die Zahl der stationierten Friedensschützer (Unamir) wird, ausgelöst durch die Ermordung von zehn belgischen Blauhelm-Soldaten, drastisch reduziert.

April bis Juli: Insgesamt sterben zwischen 800 000 und einer Million Menschen – etwa 75 Prozent der Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten.

4. Juli: Die von den Tutsi dominierten Rebellen, die RPF-Einheiten, marschieren von Uganda aus ein. Sie werden angeführt vom heutigen Präsidenten Paul Kagame. Am 4. Juli fällt die Hauptstadt Kigali. Tsp

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