Zeitung Heute : Chrysler: Neon nun auch mit 1.6-Liter

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Er ist zwar kein Bestseller, aber er verkauft sich in Deutschland besser, als in den Jahren zuvor - der Chrysler Neon. Dieser amerikanische Kompaktwagen, der nach deutschen Maßstäben mit einer Länge von 4,36 Meter und einem Radstand von 2,64 Meter eher ein kompaktes Mittelklasseauto ist, fand im vergangenen Jahr in Deutschland immerhin knapp 2500 Käufer. Nun soll ein neuer Motor dieses Auto noch interessanter machen.

Denn neben den bislang angebotenen Zweiliter-Vierventiler mit einer Leistung von 98 kW (133 PS) tritt jetzt ein 1,6-Liter mit einer Leistung von 85 kW (115 PS), der bei 4550 sein höchstes Drehmoment von 157 Nm liefert. Der mit sequenzieller Mehrpunkteinspritzung und Klopfregelung ausgestattete Vierzylinder mit Grauguss-Block und Aluminium-Zylinderkopf ist mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert und erfüllt die Abgasnorm EU3. Er liegt im Durchschnittsverbrauch mit 7,3 l/100 km deutlich unter den 7,9 l/100 km des Zweiliter-Neon mit Schaltgetriebe.

Chrysler bietet seinen neuen 1,6-Liter in allen Ausstattungsversionen des Neon an. Die Preise beginnen dabei mit 27 800 DM für den Neon SE 1.6, der bereits über eine umfangreiche Serienausstattung verfügt. Dazu gehören unter anderem zwei Frontairbags und Seitenairbags vorn, Dreipunktgurte und höhenverstellbare Kopfstützen, elektrische Fensterheber vorn, beheizbare Außenspiegel, eine Wärmeschutzverglasung, eine Zentralverriegelung, eine Audiovorbereitung und ein Armaturenträger mit sportlichem Kohlefaser-Dekor. Zusätzlich eine Klimaanlage, eine elektrische Sitzhöhenverstellung und ein Lederlenkrad bietet der besser ausgestattete Neon LX 1.6. Und mit Audio-Anlage mit RDS-Radio sowie mit Cassetten-Laufwerk und CD-Player tritt der Neon LX 1.6 an, der auch eine Teil-Lederausstattung sowie Leichtmetallräder und Nebelscheinwerfer bietet.

Der neue 1,6-Liter-Vierventil-Vierzylinder erlebt im Chrysler Neon übrigens schon seinen zweiten Auftritt in Europa. Denn er stammt aus einer gemeinsam von Chrysler und BMW in Südamerika betriebenen Motorenfabrik, die dieses Triebwerk mit gleichen Leistungsdaten aber nicht ganz so hohem Drehmoment auch an BMW liefert - als Antrieb für den soeben erst vorgestellten neuen Mini nämlich.

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