Zeitung Heute : Chrysler Voyager: Die europäischen Amerikaner

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Er ist ein Amerikaner - der Chrysler Voyager. Er hat 1984 zusammen mit dem Renault Espace das Segment der klassischen Minivans begründet. Seit 1987 gibt es ihn auch in Europa. Und seit 1991 ist er auch Europäer. Denn damals begann seine Produktion im Eurostar-Werk im österreichischen Graz in einem Joint Venture zwischen Chrysler und Steyr-Daimler-Puch. Und als in diesen Tagen der neunmillionste Chrysler Voyager vom Band rollte, feierte man das in Graz.

Aus den Grazer Produktionshallen, die seit 1999 eine hundertprozentige Tochter von DaimlerChrysler sind, sind bereits 380 000 Chrysler Voyager gerollt, der inzwischen in vierter Generation gefertigt wird. In drei Ausstattungsversionen, mit zwei Radständen, wahlweise mit Schalt- und Automatikgetriebe sowie Vorderrad- und Allradantrieb und drei Motoren - 2,4- und 3,3-Liter-Benzinern und 2,5-Liter-Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung - steht er für Preise von 52 900 DM an zur Wahl. Noch in diesem Jahr sollen in Graz 44 000 der neuen Voyager von den Bändern rollen.

Die Produktion dort erlaubt es natürlich auch, den Voyager bei Antrieb, Fahrwerk, Elektrik und Ausstattung gezielt an den europäischen Markt anzupassen. Das beginnt mit einem speziellen Motormanagement und einer Heavy-Duty-Kühlung für Motor und Getriebe, geht weiter mit einer speziellen Feder-Dämpfer-Abstimmung, schließt höhere Bremskräfte und straffer gepolsterte Sitze ein und Leuchten, Sicherheitsgurte und Verglasung nach europäischer Norm.

Doch nicht nur der in Europa angebotene Voyager ist ein Europäer. Auch der Jeep Grand Cherokee rollt für die Alte Welt seit 1994 in Graz vom Band. Und was Voyager und Grand Cherokee recht ist, wird künftig auch dem PT Cruiser billig sein. Denn im Juni beginnt Graz auch mit der Produktion dieses bislang nur in Mexiko gefertigten Erfolgsmodells, von dem 2001 noch rund 18 000 Exemplare entstehen sollen.

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