Zeitung Heute : Claudia Roth, Politikerin

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Zu Hause: Eine Stunde Zeit für mich, für Musik,

Bücher, den Herd, den verwaisten…

2. Beim Aufwachen: Wenn es schon hell ist.

3. An Menschenrechtspolitik: Lobby zu sein

für Menschen ohne Lobby.

4. An Bündnis 90/Die Grünen: Nachdenklichkeit,

Witz, Vielfalt, Streitbarkeit.

5. An Deutschland: Dass Özcan und Ekin

deutsche Staatsbürger sind.

6. An Frauen: Dass sie es können.

7. An Männern: Dass sie verstanden haben (manche).

8. An meinem Leben: Dass ich mittendrin bin.

9. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Soll das heißen, dass wir uns bescheiden?

Keine Bescheidenheit, Madame!“

10. Und sonst…: Der neue Blick, offene Perspektiven, das Noch-Nicht-Seiende.

WAS ICH NICHT MAG

1. Zu Hause: Leerer Kühlschrank.

2. An meiner Arbeit: Wenn es schwierig wird,

wo es auch einfach sein könnte.

3. An der Bundesregierung: Zu viel Nachsicht

mit einer schwachen Opposition.

4. An Bündnis 90/Die Grünen: Dass man sich zu oft über Erfolge ärgert.

5. An Deutschland: Wenn man den Unterschied

zwischen Gegner und Feind vergisst.

7. An Berlin: So grau im November.

6. An Frauen: Wenn sie sich zu viel gefallen lassen.

8. Beim Essen: Wenn ich nicht weiß, was ich gegessen habe, weil nur über Politik geredet wurde.

9. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

„Ausländer raus!“

10. Und sonst…: Wenn der Blick es nicht über den Tellerrand schafft.

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