Zeitung Heute : Clinton stellt Berlins Politik ins Abseits

Berlin - US-Außenministerin Hillary Clinton hat die Trauerfeier für den Spitzendiplomaten Richard Holbrooke in der American Academy in Berlin-Wannsee für Kritik an der Bundesregierung in Sachen Libyen genutzt. „Die Welt hat nicht abgewartet, bis ein zweites Srebrenica an einem Ort namens Bengasi geschieht“, sondern habe mithilfe der Vereinten Nationen (UN) gehandelt und in nur einer Woche „Massaker verhindert“, als Machthaber Muammar al Gaddafi sein Volk bombardierte, sagte Clinton am Freitag. Holbrooke, der das Dayton-Friedensabkommen zustande gebracht hatte und Ende 2010 starb, habe immer gewarnt, es werde andere Massaker wie 1995 in Bosnien geben, die die Wahl erforderten zwischen einem riskanten Eingreifen von außen und einer „potenziell kostspieligen Vernachlässigung“, sagte Clinton. Berlin hatte sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine Flugverbotszone in Libyen enthalten. mue

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