Zeitung Heute : COMICVERFILMUNG

Watchmen

Sebastian Handke

Es ist 1985, Amerika, eine alternative Realität. Der Vietnamkrieg wurde gewonnen, Nixon ist in seiner dritten Amtszeit und die „Watchmen“, eine Gruppe maskierter Ordnungshüter, sind nicht mehr im Dienst. Als aber einer der alten Kameraden tot aufgefunden wird, vermutet Rorschach eine Verschwörung. Alan Moores Bildroman „Watchmen“ gilt als ein Meisterwerke des Helden-Comics: eine thematisch und formal komplexe Satire über die Angststarre des Kalten Kriegs, über Recht, Rache, Macht und Faschismus. Zack Snyder („300“) ist es gelungen, dieses Gefüge eins zu eins in Film zu verwandeln. Das Ergebnis hat mit bisherigen Comicverfilmungen nichts mehr zu tun. Kalt, monumental und fast meditativ – „Watchmen“ fehlt jegliche dramatische Wucht, dennoch ist er auf eigentümliche Weise faszinierend. Mit Schwächen, aber sehr sehenswert. Sebastian Handke

„Watchmen“, USA 2009, 163 Min., R: Zack Snyder, D: Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson

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