Zeitung Heute : "Communities": Die Publikumsmagneten im Internet

Zu wahren Publikumsmagneten im Internet haben sich in den letzten Jahren vor allem in den USA die sogenannten Internet- Communities entwickelt.Bei diesen populären Anlaufstellen im World Wide Web steht die Kommunikation der Mitglieder untereinander zum Beispiel in Diskussionsforen oder per E-Mail im Mittelpunkt.Unterdessen entdecken viele Firmen die Community als eine Möglichkeit, die Attraktivität ihrer Homepage zu erhöhen.In der Anonymität des Datennetzes genügt es oft nicht mehr, nur mit einer eigenen Homepage präsent zu sein.Ohne publikumswirksamen Service wird der Auftritt im globalen Dorf von den Nutzern schnell als öde Ackerwiese links liegen gelassen.

Auch große deutsche Suchmaschinen wie Yahoo oder Lycos haben mittlerweile virtuelle Marktplätze und Diskussionsforen in ihr Service-Angebot aufgenommen.Mit der Community "Tripod" ( www.tripod.de ) hat sich Lycos in Deutschland eines der vielversprechenden Portale gesichert.Neben E-Mail-Service, Online-Chat-Räumen und thematisch breitgefächerten Diskussions-Foren können die Tripod-Mitglieder kostenlos und ohne technische Vorkenntnisse ihre eigene Webseite bauen.Seit der Einführung des deutschen Services im Januar 1999 verzeichnet Tripod monatlich ein rasantes Wachstum."Nach knapp fünf Monaten zählt tripod.de bereits über 400 000 Mitglieder", sagt Andreas Gregori von Lycos Deutschland.Weltweit gesellten sich zu den Tripod-Gemeinden monatlich 250 000 neue Mitglieder dazu - Tendenz steigend.

"Noch vor einem Jahr war die Internet-Community in Deutschland mit völlig falschen Vorstellungen behaftet", erinnert sich Gundi Schröer, Projektleiterin der Firma Community Management.Seit Juli letzten Jahres bietet das Münchner Unternehmen ihren Kunden die Konzeption und Entwicklung einer Community, die grafische und inhaltliche Gestaltung sowie die Betreuung der Mitglieder an."In den letzten zwei bis drei Monaten ist das Interesse der Kunden sehr gestiegen", sagt Schröer.Das wichtigste an der Community sei, daß sie nicht anonym, sondern interaktiv sei.Der Nutzer kann sich mit anderen unterhalten und eigene Fanclubs gründen.

Für Unternehmer böten die virtuellen Gemeinschaften wiederum ganz neue Möglichkeiten, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten.Zudem steige durch den regen Kontakt der Teilnehmer die Werbeattraktivität der Seiten."Die Klickraten von Werbebannern sind ja nicht besonders hoch", meint Schröer.In einem Forum zum Thema Reisen könnte dagegen ein Anbieter von Wintersportartikeln zielgerichtet Angebote über Ski-Reisen anbieten.Schröer ist sich sicher, daß Werbung auf diese Weise zu einem Mehrwert für die Surfer werden könnte.

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