Zeitung Heute : CSU weist Kungelei und Kumpanei mit Hoeneß von sich

München/Berlin - In der Steueraffäre um FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß haben Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (beide CSU) den Vorwurf des Klüngels zurückgewiesen. „Steuersünder werden in Bayern genauso nachhaltig verfolgt wie anderswo“, sagte der CSU-Chef am Mittwoch in München. Der Fall Hoeneß sei „schwerwiegend“ und müsse von Justiz und Finanzbehörden mit den Mitteln des Rechtsstaats bewertet, aufgeklärt und entschieden werden. „Ich pflege Partnerschaften, aber bei mir gibt es keine Kumpanei“, sagte Seehofer. Friedrich sagte, Hoeneß müsse „so behandelt werden wie jeder Bürger. Nicht schlechter, nicht besser.“ Hoeneß gilt als CSU-nah, er war gelegentlich bei CSU-Veranstaltungen zu Gast. Der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), warf SPD und Grünen vor, sich mit der Ablehnung des Steuerabkommens mit der Schweiz an die Seite von Steuerhinterziehern gestellt zu haben. Dem Sender N24 sagte er: „Tatsache ist: Der Fall Hoeneß ist doch nur ein Einzelfall, ein Zierfisch, ein dicker, fetter Zierfisch. Aber der gesamte Schwarm der Steuerhinterziehung, der wird doch durch das Scheitern des deutsch-schweizerischen Steuerabkommens geschützt.“ dpa

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