Zeitung Heute : Da, guck mal, Sylvie! Nordrhein-Westfalen trifft die Welt

Wie Reiner Calmund seine Aufgabe bei der WM findet

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Tschechien gegen Ghana, in Köln. Es ist Samstag, später Nachmittag. Das sind doch der Calli, Reiner Calmund, und seine Sylvia. Oder: Das ist doch NRW. Denn Calli, der Ex-Manager von Bayer Leverkusen und Ex-Fernseh-Horrorchef (in „Big Boss“, wo er Manager-Talente suchte) ist offizieller „NRW-Botschafter“ der Weltmeisterschaft. Und Privatsender-Sportbeauftragter. Deshalb kann man ihn sonntags auf Reportagereisen im Fernsehen sehen. Das hat dann so schöne Namen wie „Calli do Brasil“. Hoffentlich macht er da nur ehrlich-gute Sprüche wie diesen hier aus Leverkusen-Zeiten: „Bei uns kann jeder Spieler eine Rolex tragen, Ferrari fahren und Gucci-Unterhosen tragen. Doch wenn er sich auszieht und spielt, muss er Dreck fressen.“ Und lässt die wie den folgenden, als er von seinem Wunschgewicht sprach: „Ich möchte nach einer Diät nicht aussehen wie ein Biafra-Kind.” Urgh. Biafra liegt in Ost-Nigeria. Da gibt es unterernährte Kinder. Viel quatschen, viel arbeiten, viel essen, dafür steht Calmund. Wer mehr hören will, liest die „Kolumne“ auf seiner Homepage. Kostprobe, geschrieben sonnabendnachts um 0 Uhr 12 (steht dabei, auf dass jeder den Emsigen sehe): „Lionel Messi bereitete das 4:0 wunderbar vor ... Wie ich vor der WM schon angekündigt habe, hat der Junge das Zeug, ... einer der Superstars dieser WM zu werden.“ Er weiß es eben früher. Schulterklopf ...

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