Zeitung Heute : Dan Graham, Künstler

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Wieder einschlafen.

2. Zu Hause: Leute anrufen.

3. An Fotografie: Dass sie schnell und schlau ist.

4. An Architektur: Dass sie

zweckgebunden ist.

5. An Musik: Dass sie in eine Trance versetzt.

6. An Oper: Von Oper verstehe ich nichts.

7. An zeitgenössischer Kunst: Ihren

anarchistischen Humor.

8. An Hippies: Dass sie die atomare

Familie in Frage stellen.

9. An Leuten über 30: Dass sie die Touristen der Welt sind. Und ich schaue Touristen gerne zu.

10. An meinem Leben: Dass ich Tourist sein kann und auf Reisen immer mehr über die Weltkultur lerne.

11. Und sonst...: Frauen im Sternzeichen Krebs,

besonders Prinzessin Di.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Wenn ich mich nicht an meine Träume erinnere oder sie nicht verstehe.

2. Zu Hause: Wenn mich niemand anruft.

3. An Fotografie: Wenn sie überzogen ist.

4. An Architektur: Wenn sie versucht, nur Kunst zu sein und doch nur Fassade ist.

5. An Oper: Wenn sie Unterhaltung fürs

gehobene Publikum ist.

6. An Berlin: Den Potsdamer Platz.

7. An Deutschland: Die Menschen haben so

viele Vorschriften und deshalb leiden sie.

8. An Jugend: Dass sie schon so früh an Erfolg

interessiert ist.

9. An Leuten über 30: Dass sie so an Sicherheit

interessiert zu sein scheinen.

10. An meinem Leben: Dass mein Körper altert.

11. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte: Brillant!

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