Zeitung Heute : Das Aktuelle Computerlexikon: P

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Einen Drucker hat heute jeder, der einen PC besitzt, und das Ausdrucken von einfachen Texten, Tabellen und Bildern ist einfach wie nie.Doch bei höheren Ansprüchen offenbaren sich die Schwächen des Drucker-Konzepts gängiger Programme.Beispielsweise berechnen Textverarbeitungen wie Word die Zeilen- und Seitenumbrüche der Dokumente je nach eingestelltem Druckertreiber anders.Wird also der Drucker gewechselt, so kann auch das Dokument ein anderes Erscheinungsbild haben.Es ist nicht möglich, eine reine Druckversion eines Dokuments weiterzugeben, die der Empfänger zwar ausdrucken, nicht aber ändern kann.Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde in den 80er Jahren von Adobe Systems die Sprache Postscript entwickelt.Anzuwenden ist sie wie ein ganz normaler Druckertreiber, der Anwender braucht sich nicht mit einer Programmiersprache herumzuärgern.

Postscript ist eine Seitenbeschreibungs- sprache, die Druckseiten beliebig aus Text- und Grafikelementen zusammenstellen kann.Ein wesentlicher Vorteil von Postscript ist die Geräteunabhängigkeit.Spezifische Eigenschaften verschiedener Druckertypen sind irrelevant, das Druckergebnis sieht immer gleich aus.Dadurch wird auch das Erstellen reiner Druckdokumente ermöglicht.Diese können überall ausgedruckt werden, sind aber ohne teure Zusatzwerkzeuge nicht mehr manipulierbar.Der Autor kann sich also sicher sein, daß sein Dokument nur in unveränderter Version zu Papier gebracht wird.

Das Problem von Postscript ist, daß meist nur Laserdrucker der mittleren bis oberen Preisklasse in der Lage sind, die relativ komplizierten Befehle der Seitenbeschreibungssprache zu verstehen.Trotzdem braucht der Heimanwender auf die Vorzüge dieses Systems keinesfalls zu verzichten.Er benötigt lediglich ein Software-Werkzeug, daß die geräteunabhängige Postscript-Druckdatei auf seinem Drucker ausgeben kann, wie das Programm Ghostscript ( www.cs.wisc.edu/~ghost ).

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