Zeitung Heute : Das „clevere Dutzend“ zum Studienbeginn

Sind Sie reif für die Uni? Testen Sie sich selbst und gewinnen Sie attraktive Preise

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Die Universitäten wünschen, sich ihre Studenten in Eingangsprüfungen auszusuchen. Bis es so weit ist, wird noch einiges Wasser die Spree hinab fließen. Aber die Professoren Matthias Driess (Chemie), Dieter Bimberg (Physik), Petra Wittbold und Günter M. Ziegler (beide Mathematik), Sabine Glesner (Informatik), Christine Nickl-Weller (Architektur), Dorothea Kübler und Klaus-Dirk Henke (beide Wirtschaft) haben schon mal das „clevere Dutzend“ entworfen. Es ist ein kleiner Test: Haben Sie das Zeug dazu, ein Studium aufzunehmen? Das Niveau der Fragen orientiert sich am ersten Semester. Unabhängig davon: Mit einer guten Allgemeinbildung lässt sich das „clevere Dutzend“ sicher bewältigen.

PREISE: Als ersten Preis hat der Präsident der TU Berlin einen Laptop ausgelobt. Weiterhin kann man Segelflüge der Akaflieg-Gruppe, einen Golf-Schnupperkurs und einen Fitnesskurs der TU-Hochschulsportler sowie drei MP3-Player gewinnen. Lehmanns Buchhandlung spendiert zwei Büchergutscheine in Höhe von 40 und 60 Euro. Der Tagesspiegel steuert fünf Buchpreise bei.

ANTWORTEN: Schicken Sie Ihre Lösungen bitte an die Pressestelle der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135 in 10623 Berlin. Bitte unbedingt das Kennwort angeben: „TU-Quiz“. Sie können Ihre Antworten auch per E-Mail einsenden an quiz@tu-berlin.de. Sie finden das Quiz auch im Internet: www.tu-berlin.de/presse/quiz.

EINSENDESCHLUSS ist der 30. November 2006 (Poststempel), um 24 Uhr (Zuschrift per E-Mail). Bitte geben Sie Ihre Adresse an und teilen Sie mit, ob Sie Erstsemester 2006/2007 der TU Berlin sind. Bis Mitte Dezember werden die Gewinner benachrichtigt. Ihre Daten werden nicht weitergereicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Los geht’s:

1 Welches chemische Element wurde von seinen Entdeckern nach der französischen Hauptstadt Paris benannt?

a) Ruthenium

b) Germanium

c) Gallium

d) Uran

e) Lutetium

Kleiner Tipp, noch sind wir in der Aufwärmphase: Die Metropole an der Seine wurde im 19. Jahrhundert auch „die Stadt der Lichter“ genannt.

2 Die Chemiker der TU Berlin gehören in die Spitzengruppe der deutschen Universitäten. Wenn die Chemie stimmt, können die Forscher sogar das königliche Edelmetall Gold in wässriger Lösung auflösen. Normalerweise widersetzt sich Gold auch sehr aggressiven Medien wie Meerwasser oder Salzsäure. Welche Kombination von chemischen Elementen lässt das Gold ziemlich schnell blass aussehen?

a) Kohlenstoff und Schwefel

b) Platin und Chlor

c) Wasserstoff und Sauerstoff

d) Kohlenstoff und Stickstoff

e) Phosphor und Sauerstoff

Auch hier geben wir einen kleinen, aber nützlichen Hinweis – wie ein guter Professor seinem Prüfling: Das Verfahren wird genutzt, um Gold aus erzhaltigem Gestein zu waschen.

3 Junge Menschen, die ein Studium aufnehmen wollen, müssen gut mit Geld umgehen können. Ihnen drohen Studiengebühren und weniger freie Zeit für Jobs. Und die Banken zahlen immer weniger Zinsen. Angenommen, Ihre Bank gewährt nur noch 0,25 Prozent Zinsen. Wie lange dauert es bei diesem Zinssatz, bis sich Ihr Kontostand verdoppelt?

a) 42 Jahre

b) 278 Jahre

c) 400 Jahre

d) unendlich lange

e) hängt vom Kontostand ab

Wir weisen darauf hin, dass die Zinsen nach jedem Jahr ausgeschüttet und ohne zu runden auf das Konto verbucht werden. Kontogebühren und andere Kosten werden vernachlässigt.

4 Stellen Sie sich folgende Situation vor: Auf einem Tisch liegen 100 Euro, in bar. Zwei einander unbekannte Personen – Müller und Knupske – werden vor eine Entscheidung gestellt. Müller soll Knupske einen Vorschlag zur Aufteilung des Geldes unterbreiten. Nimmt Knupske diesen Vorschlag an, dann wird entsprechend geteilt. Lehnt er ab, gehen beide – Müller und Knupske – leer aus. Die beiden Personen bleiben völlig anonym. Bei psychologischen Experimenten wurde diese Situation schon häufig durchgespielt. Welches Angebot erwarten Sie im Durchschnitt von Müller?

a) Müller erhält 100 Euro, Knupske nix

b) Müller nimmt 80 Euro, Knupske 20

c) Müller nimmt 60 Euro, Knupske 40

d) Müller nimmt 50 Euro, Knupske 50

e) Müller nimmt 10 Euro, Knupske 90

Auch hier ein kleiner Tipp: Alles oder nix ist meistens die denkbar schlechteste Strategie. Man muss sich auch bescheiden können – im Leben wie im Spiel.

5 Deutschlands Wirtschaft brummt, die Umsätze steigen, die Arbeitslosenzahlen auch. Ist das nun gut oder schlecht? Immerhin gehört Deutschland – nach seinem Bruttoinlandsprodukt gerechnet – zu den reichsten Nationen der Welt. Mit technologischem Vorsprung und findigen Geschäftsideen schaffen es die Deutschen immerhin, jedes Jahr ein hübsches Sümmchen zu erwirtschaften. Unsere Frage lautet nun: Wie hoch war das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2004?

a) 893 Milliarden Euro

b) 1528 Milliarden Euro

c) 2207 Milliarden Euro

d) 3814 Milliarden Euro

e) 4435 Milliarden Euro

6 Die Nanotechnologie ist als aufstrebender Wirtschaftszweig in aller Munde, denn die physikalischen Vorgänge in der Welt der Atome eröffnen der Technik völlig neue Horizonte. Dort treffen sich die Gesetze der Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik, Makrokosmos und Mikrokosmos prallen aufeinander. Viele Effekte bedürfen der Erforschung. Ein Klacks ist dagegen die Antwort auf unsere Frage: Aus welcher Sprache stammt die Vorsilbe „nano“?

a) Altisländisch

b) Schwedisch

c) Englisch

d) Lateinisch

e) Griechisch

7Uran, Erdöl, Erdgas und Kohle gehen zur Neige. Künftig wird die Menschheit ihre Energie von der Sonne beziehen: Strom und Wärme. Das ist vielen Managern und Politikern noch nicht klar, aber die Physiker und Materialforscher der TU Berlin legen mit ihren Forschungen zur Sonnenenergie schon ordentlich vor. Dabei ist Berlin eher ein mittelmäßiger Standort für Sonnenstrom. Welche elektrische Leistung pro Quadratmeter können wir in Berlin im Sommer mit einer handelsüblichen Solarstromanlage erzeugen?

a) ca. ein Watt

b) ca. 10 Watt

c) ca. 100 Watt

d) ca. ein Kilowatt

e) ca. 10 Kilowatt

8Doch nicht nur die Wirtschaft brummt. Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schnurrt wie ein Kater. Denn die Steuereinnahmen steigen, die Maastricht-Kriterien werden erfüllt, Deutschland ist nicht länger der Buhmann der Europäischen Union. Bei welcher Steuer darf sich Herr Steinbrück besonders freuen, weil sie samt und sonders in die Kassen des Bundes fließt?

a) Einkommenssteuer

b) Körperschaftssteuer

c) Umsatzsteuer

d) Mineralölsteuer

e) Kapitalertragssteuer

Wir helfen etwas nach, denn im deutschen Steuersystem blickt kaum noch ein Mensch durch: Steuern dienen grundsätzlich dazu, den Staat flüssig (sprich: liquide) zu halten, ihn anzutreiben und seine Organe kräftig zu schmieren.

9 Die Gesundheitsforscher der TU Berlin entwickeln neue Ansätze für ein künftiges Versorgungssystem. Dabei scheuen sie auch vor unbequemen Wahrheiten nicht zurück. Doch kein Grund zur Panik: Die Erprobung erfolgt nur im Labor. Sollte dennoch jemand zur Herzattacke neigen, steht sicher irgendwo in der Nähe ein Schockraum bereit. Was ist das?

a) eine Therapie für schwer erziehbare

Jugendliche

b) ein Horrorkabinett

c) ein Raum zur Erstversorgung in der

Notaufnahme

d) ein Aufenthaltsraum für werdende

Väter am Kreißsaal

e) ein spezieller Raum für

elektrostatische Versuche

10 Bleiben wir beim Gesundheitswesen. Angesichts der aktuellen Debatten um seine Reform drängt sich die Frage auf, ob nicht auch Debatten im Fernsehen oder im Bundestag krank machen können. Man möchte die Hand heben und Einhalt gebieten, wie bei einer Ampel. Übrigens: Ampeln gibt es auch in jedem Operationssaal. Unsere zehnte Frage lautet: Was versteht man unter einer „OP-Ampel“?

a) eine Rufanlage für Patienten

b) eine Vorfahrtsregelung in der Klinik

c) ein Besetztzeichen im OP-Saal

d) ein spezielles Deckenlicht im OP

e) eine Signalanlage für den

Gesundheitszustand des Patienten

11 Am Ende wagen wir ein Spielchen: Denn Studieren ist ein Stück weit Glückssache. Man muss das richtige Händchen für sein Fach haben, für Seminarthemen und Referate. Spielen Sie mit? Dann los: Gegeben sind Spielkarten, die jeweils auf der einen Seite mit einem Buchstaben und auf der anderen Seite mit einer Zahl bedruckt sind. Die Regel besagt, dass auf der Rückseite eines Vokals stets eine gerade Zahl stehen muss. Folgende Spielkarten liegen auf dem Tisch: A, 7, B und 4. Welche Karten muss man umdrehen, um die Gültigkeit der Regel zu überprüfen? Bei dieser Frage, und nur bei dieser, sind Mehrfachnennungen möglich.

a) keine

b) A

c) 7

d) B

e) 4

12 Das Verhältnis zwischen Student und Professor gerät gelegentlich zur spannenden Schachpartie. Deshalb jetzt die Königsfrage: Der weiße König kann auf einem (ansonsten leeren) Schachbrett von seinem Startfeld E1 aus in sieben Schritten das Feld E8 des schwarzen Königs in der achten Reihe erreichen. Auf wie vielen verschiedenen Wegen?

a) Es gibt genau einen Weg.

b) Es gibt 42 Wege.

c) Es gibt 393 Wege.

d) Es gibt 400 Wege.

e) Es gibt 2 hoch 7 Wege, also 128.

Unser Tipp zur letzten Frage: Als Sieger geht keiner von beiden nach Hause. Die Partie endet in jedem Falle mit einem Patt. HS

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