Zeitung Heute : Das große Krabbeln

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Ingfried Hobert ist Allgemeinmediziner und praktiziert traditionelle Heilverfahren und chinesische Medizin. Seine Forschungsreisen zu den australischen Ureinwohnern hat er 1998 als Buch veröffentlicht: „Heilungsgeheimnisse der Aborigines“ (Verlag Peter Erd). Er hat eine Liste von Tieren zusammengestellt, auf deren Heilwirkung die Aborigines setzen:

1. Kakerlaken: Ihre Wirkung ist betäubend. Das Insekt wird über einem Feuer erhitzt und die Körperflüssigkeit aus dem Bauchraum auf tiefe Schnittwunden gegeben – ein sofortiges Betäubungsgefühl tritt auf. Wenn es schnell gehen soll, wird das Insekt gleich zerdrückt und auf die betroffene Stelle gerieben.

2. Buschameisen: Die Buschameise wirkt schleimlösend. Um Husten zu lindern, werden die Ameisen zerdrückt und mit Wasser getrunken. Zerdrückte Ameisen werden über Geschwüre und Hautreizungen gerieben oder gegen Zahnschmerzen auf die betroffenen Stellen gedrückt.

3. Motten: Motten fördern die Heilung von tiefen Schnittwunden und schützen diese vor Luft und äußeren Reizungen. Die Larven werden zerklopft, auf die Verbrennungen aufgetragen und mit einem Verband abgedeckt. Diese Prozedur wird alle zwei Tage wiederholt. Die Wunde soll verwachsen, ohne dass große Narben zurückbleiben.

4. Bienen: Bienenstöcke werden gegen Durchfall gegessen, ebenso der Lehm von Termitenhügeln, der einen schützenden Film über die Darmwände ziehen soll. Gegen Durchfall helfen auch Ameisennester: Diese werden erhitzt, bis sie schwarz werden, zu Puder gemahlen und mit Flüssigkeit gegen Durchfall eingenommen. Zudem sollen sie bei stillenden Müttern die Milchproduktion fördern.

Weitere Informationen unter: Akademie für Visionäre Medizin e.V., Tel. 05033/950314 oder www.medicalcity.de

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