Zeitung Heute : „Das ist ein Blick in ein gruslig tiefes Loch“

NAME

Die meisten Umfragewerte fallen für die Sozialdemokraten deprimierend aus. Nach der verlorenen Sachsen-Anhalt-Wahl fällt es den Genossen noch schwerer, die richtigen Worte für den Bundestagswahlkampf zu finden. Eine Auswahl:

„Dieses Ausmaß der Niederlage haben wir nicht vorausgesehen. Wir sind tief enttäuscht. Der Helm wird nun noch fester gezogen.“ (Generalsekretär Franz Müntefering am 21. April.

„Er zeigt, dass er (Schröder) das Leben mag.“ (Aus dem SPD-Wahlprogramm)

„Die Zeit der Samthandschuhe ist nun vorbei. Wir sind auf dem richtigen Weg, und es lohnt sich, für die Fortsetzung zu werben.“ (Bundeskanzler Gerhard Schröder am 23. April)

„Das ist ein Programm für die gesellschaftliche Mitte – und dafür stehe ich auch ein.“ (Gerhard Schröder am 24. April)

„Ich bin optimistisch, aber es wird sehr hart und sehr ernst.“ (Gerhard Schröder am 24. April)

„Es fällt vielen der Mitglieder schon schwer genug, ihn (Schröder, Anm. d. Redaktion) zu verteidigen, geschweige denn, ihn zu preisen.“ (Anonyme Stimme aus der SPD-Arbeitnehmer-Vertretung)

„Man kann das nicht alleine schaffen. Man kann das niemals alleine schaffen.“ (Gerhard Schröder auf die Frage, ob nicht auch andere SPD-Spitzenpolitiker im Wahlkampf herausgestellt werden sollten)

„Das ist ein Blick in ein gruselig tiefes Loch, so groß wie der Andreasgraben.“ (Ein SPD-Vorstandsmitglied zur Angst vor einer Niederlage im September)

„Es soll sich keiner täuschen: Die Stimmung in der Partei ist energiegeladen. Wir haben die schlechten Umfragen nach der Sachsen-Anhalt-Wahl zur Kenntnis genommen. Wir haben mit der Faust drauf gehauen. Wir werden das ändern.“ (Franz Müntefering am 5. Mai).

„Die Mobilisierung kann besser werden und muss besser werden. Niemand in der SPD darf darauf warten, dass der Bundeskanzler noch das zweite oder dritte Kaninchen aus dem Hut zieht. Alle müssen wissen, es muss gekämpft werden.“ (Franz Müntefering am 6. Mai).

„Das kriegen wir schon hin.“ (Gerhard Schröder mehrfach im Mai)

„Wenn der Himmel einstürzt, sind alle Spatzen tot. Aber der Himmel stürzt nicht ein. Wir gewinnen die Wahl.“ (Franz Müntefering im April, im Interview mit dem Tagesspiegel)

„Wir haben das bessere Konzept. Wir haben auch den besseren Kanzler. Der Aufschwung kommt, Stoiber geht, und Schröder bleibt.“ (Finanzminister Hans Eichel im April) Tsp

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben