Zeitung Heute : Das Justizministerium will gegen den Verkauf des Hitler-Werks im Internet vorgehen

Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin (SPD) will politisch gegen den Verkauf von Nazi-Lektüre im Internet durch US-Unternehmen vorgehen. Falls sich die vom Simon-Wiesenthal-Zentrum erhobenen Vorwürfe erhärteten, dass das Nazi-Buch "Mein Kampf" von Adolf Hitler in Deutschland erhältlich ist, wolle die Ministerin mit ihrer US-Amtskollegin und dem Medienkonzern Bertelsmann Kontakt aufnehmen. Bertelsmann gehören Teile der US-Internet-Unternehmen "barnesandnoble.com" und "amazon.com", die rechtsextreme Schriften verbreiten. Bertelsmann kündigte am Dienstag an, dafür sorgen zu wollen, dass "Mein Kampf" nicht mehr nach Deutschland geliefert wird. Ein Weisungsrecht des 40-Prozent-Gesellschafters für die Entscheidungen des amerikanischen Managements bestehe aber nicht, hieß es.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar