Zeitung Heute : Das kann teuer werden

Was die rot-grünen Beschlüsse die Beitragszahler kosten

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Die Koalition hat beschlossen, den Rentenbeitragssatz zum bevorstehenden Jahreswechsel von 19,1 auf 19,5 Prozent und die Beitragsbemessungsgrenze von bislang 4500 Euro (Ost: 3750) auf 5100 Euro (Ost: 4275) anzuheben. Das werden die meisten Bundesbürger auch im Geldbeutel merken. Wie sehr, zeigt folgende Beispielrechnung.

Wegen der paritätischen Finanzierung der Sozialbeiträge kommen die gleichen MehrBeträge noch einmal auf die Unternehmen zu.

Durch die Anhebung des Rentenbeitragssatzes von 19,1 auf 19,5 Prozent wird ein Beschäftigter mit einem Bruttoeinkommen von 2500 Euro um fünf Euro im Monat zusätzlich belastet. Liegt der Verdienst bei 5100 Euro und damit gut doppelt so hoch, dann beträgt der Aufschlag im Westen stolze 67,50 Euro im Monat: neun Euro ergeben sich aus der Anhebung des Beitragssatzes, der Rest geht auf das Konto der höheren Bemessungsgrenze. Nur für Einkünfte, die darüber liegen, müssen keine Sozialabgaben bezahlt werden.

Da die angehobene Bemessungsgrenze künftig auch für die Arbeitslosenversicherung gilt, werden Besserverdiener – und nur sie – auch hier zusätzlich zur Kasse gebeten, und zwar im Einkommensbereich zwischen 4500 und 5100 Euro (West) und zwischen 3750 und 4275 Euro in Ostdeutschland. Wer an der Obergrenze liegt, muss als Westdeutscher 20 Euro mehr berappen, als Ostdeutscher 17 Euro. Allerdings: Den höheren Beiträgen stehen im Fall des Falles höhere Ansprüche beim Arbeitslosengeld und – in jedem Fall – später bei der Rente gegenüber. Tsp/dpa

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