Zeitung Heute : Das Leben rund ums Internet – ein Lexikon

Ein Sprachkurs wird nicht benötigt, doch der Weg in die Computerwelt ist mit vielen Fachbegriffen gepflastert

Reinhart Bünger (mit ddp)

Wer sich zum ersten Mal mit den Computerverbindungen ins Internet beschäftigt, dem schwirren die oft aus dem Englischen entlehnten Begriffe: Da gehen User in den Chatroom, oder googeln im World Wide Web. Das ABC zum Computer und zum Internet ist zu umfang- und facettenreich, um es in dieser Beilage darzustellen. Deshalb kann hier nur eine kleine Auswahl einiger zentraler Begriffe zusammengestellt werden:

Absturz: Gelegentlich funktioniert am Computer gar nichts mehr. Es gibt kein Vor, kein Zurück; auch auf Tastendruck bewegt sich gar nichts mehr. Eine solche Fehlfunktion des Computers nennt man Absturz. Um dem Computer wieder aufzuhelfen, hilft nur noch das abrupte Beenden der letzten Anwendung. Hierfür müssen gleichzeitig die Tasten „Strg“ und „Alt“ und „Entf“ gedrückt werden. Auf die Frage, ob der Task beendet werden soll, kapituliert der Abgestürzte dann mit „ja“. Nun wird die letzte Anwendung geschlossen, und der Computer müsste wieder normal reagieren.

Browser: Für den Nutzer des Internets gibt es Programme verschiedener Hersteller, die das WWW verfügbar machen. Sie werden Browser genannt. Ursprünglich bezeichnete der Begriff browsen (englisch für „stöbern, sich umsehen, schmökern“) am Computer lediglich das Nutzen von Navigationselementen (Vor, Zurück, Index, etc.) zum Lesen von Texten beziehungsweise Textdateien. Moderne Webbrowser können indes verschiedene Medien abspielen, wie etwa Musik oder Radio. Zudem lassen sich damit Programme oder Dateien auf den PC laden (herunterladen), um sie dort zu speichern und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zu öffnen oder auszuführen.

DSL-Router: Wer mit mehr als nur einem Computer ins Internet will, benutzt meistens einen DSL-Router. Diese Geräte regeln den Datenverkehr zwischen dem World Wide Web und dem lokalen Netzwerk, so dass mit ihrer Hilfe mehrere PCs oder Notebooks gleichzeitig Zugang zum Internet erhalten. Dabei müssen sich die einzelnen Computer nicht selbst beim Internetprovider einwählen, diese Aufgabe wird vom Router übernommen.

E-Mail: Bei dieser elektronischen Post, die auch „Email“, „e-mail“ oder auch nur „Mail“ genannt wird, handelt es sich um einen schnellen, bequemen Weg, Nachrichten bzw. Dokumente zwischen Rechnersystemen auszutauschen. Das Zeichen „@“ wird in der Umgangssprache „at“ ausgesprochen.

Firewall: Diese „Brandmauer“ schützt ein privates, geschlossenes Netzwerk vor unberechtigten Zugriffen von außen – zum Beispiel durch Hacker. Eine Firewall ähnelt einer Feuerschutzwand bei Häusern. Sie ermöglicht den Schutz eines am Internet angeschlossenen Netzwerkes, indem gewisse Ports (Zugänge) gesperrt und Fremdzugriffe auf das Netzwerk abgewiesen werden.

Hacker: Der Hacker ist ein Mensch, der unbefugt in fremde Computersysteme eindringt. Er kennt sich also prima im Computerbereich aus und verschafft sich Zutritt zu fremden Rechnern indem er auf seine Tastatur „einhackt“ – er muss in der Regel viele Befehle eingeben.

Internet: Das Wort ist eine Abkürzung für einen englischen Begriff, der zusammengeschaltete Netze bezeichnet: Interconnected Networks. Gemeint ist damit die elektronische Verbindung von Rechnernetzwerken, mit dem Ziel Verbindungen zwischen einzelnen Computern herzustellen und so Daten auszutauschen. Theoretisch kann jeder Rechner mit jedem anderen Rechner verbunden werden – und zwar weltweit. Deshalb gibt es auch keine Organisation, die das Internet „leitet“ oder „regiert“. Umgangssprachlich wird „Internet“ häufig synonym zum World Wide Web verwendet, das jedoch nur einer von vielen Diensten des Internets ist.

Provider: Wer das Internet nutzen möchte, braucht einen Provider, der den Zugang ermöglicht. Das bedeutet in der Regel: es wird eine Verbindung über ein Modem, ISDN oder DSL geschaltet. Es muss ein Provider ausgewählt werden. Man unterscheidet Internet-Provider, die Nutzer „nur“ ans Internet anschließen, und Online-Dienste beziehungsweise Content-Provider wie T-Online, die für ihre Mitglieder zusätzliche Informationsangebote und Dienste bieten. Dafür bezahlt man dem Provider meist monatliche Gebühren.

Server: Damit sind Dienstleister (engl. „Diener“) gemeint, die in einem Netzwerk Daten oder Ressourcen zur Verfügung stellen. Man kann zwischen zwei Bedeutungen unterscheiden: Gemeint sein kann ein Computerprogramm, das ein Netzwerkprotokoll implementiert. Andererseits kann ein Server auch ein Computer sein, auf dem dieses Computerprogramm läuft. Der Server muss permanent erreichbar und empfangsbereit sein.

WWW: Das „World Wide Web“ ist der Versuch, die gesamte Information im Internet zusammenzufassen und über eine einzige Oberfläche zugänglich zu machen. Es wurde 1989 entwickelt und funktioniert – vereinfacht dargestellt – wie ein Lexikon, das sich an allen Stellen und Orten gleichzeitig aufschlagen und nach Begriffen durchsuchen lässt.

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