Zeitung Heute : Das Lexikon der PC-Schädlinge

Bertram Küster

Der „Virus“ hat sich seit geraumer Zeit als Oberbegriff für alle Arten von Schadprogrammen durchgesetzt. Doch eigentlich ist auch er nur eine Variante mit bestimmten Merkmalen. Daneben gibt es unter anderem Würmer, Trojanische Pferde und Hoaxes oder auch Mischformen. Eine Übersicht:

Viren

sind Programmroutinen, die sich selbst reproduzieren. Sie „infizieren“ andere Dateien, indem sie den eigenen Code in eine Programmdatei hineinkopieren. In vielen Fällen schreiben sie sich an das Dateiende, wo es kaum auffällt. Auf diese Weise verbreiten sich die Viren unbemerkt.

Makro-Viren

Diese besonders weit verbreitete Viren-Form bedient sich der Makrosprachen, die viele Programme benutzen. Am bekanntesten sind die Makro-Viren in Microsoft-Office-Dateien. Besonders gefährlich werden Makro-Viren, wenn sie sich per E-Mail verbreiten.

Würmer

sind Programme, die sich eigenständig (vorzugsweise per E-Mail) verbreiten und auf andere Rechner kopieren. Die Würmer verschicken sich als Attachment an zufällig ausgewählte Mail-Adressen. Für gewöhnlich erfordern Würmer eine Aktion des Anwenders (Ausführen des Attachments), um aktiv zu werden. Gefährlicher sind Würmer wie „Lovesan“, die Sicherheitslücken von Betriebssystemen nutzen, um sich zu aktivieren.

Trojanische Pferde

Programme, die vorgeben etwas Nützliches zu tun und somit, im Gegensatz zu Viren, offen auftreten können. Einmal gestartet, kann der Trojaner seine versteckte Schadensfunktion ausführen. Dabei öffnet das Programm einen oder mehrere Ports und erlaubt somit den Zugriff von außen. Der Rechner kann ausspioniert oder im schlimmsten Fall komplett unter die Kontrolle des Hackers gebracht werden.

Hoaxes

sind Ketten-Mails mit falschen Virenwarnungen, nämlich der Bitte, Mails an „Freunde und Bekannte“ weiterzusenden. Oft wird der Empfänger aufgefordert, System-Dateien zu löschen, wodurch schon Betriebssysteme lahmgelegt wurden.

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