Zeitung Heute : Das Mittelchen zum Zweck

Welche Medikamente wie gegen die Allergie helfen

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Nasenspray oder salbe: haben abschwellende Wirkung und helfen sofort. Nachteil ist die Gewöhnung – bei lang andauernder Einnahme wird die Schleimhaut geschädigt.

Antihistaminika: lindern Juckreiz in der Nase schnell. Einige sind rezeptpflichtig. Die äußerlich angewandten Antihistaminika wirken nur kurz. Bei Antihistaminika zur inneren Anwendung muss darauf geachtet werden, dass es sich um neuere Präparate handelt – die machen nicht müde.

Kortikoide: helfen erst nach zwei bis vier Tagen, sind dann aber besonders wirksam. Allerdings müssen sie vom Arzt verschrieben werden. Bei Kortikoiden ist auf die richtige Dosierung zu achten, weil bei Fehlanwendungen die Nasenschleimhaut geschädigt werden kann. Nebenwirkungen an anderen Organen sind beobachtet worden, so dass nicht zuallererst zu diesen Mitteln gegriffen werden sollte.

Mastzellenstabilisatoren: Die Stabilisatoren haben antientzündliche Eigenschaften und werden örtlich angewandt. Sie verhindern kurzfristig die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen, indem deren Zellwände gestärkt werden. Die Stabilisatoren wirken aber auch langfristig – die Zahl der aktivierten Mastzellen, die bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielen, wird auf Dauer vermindert. Die Überempfindlichkeit des Immunsystems wird somit reduziert.

Hyposensibilisierung: Die spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung beruht auf einem Mechanismus, bei dem ein kontrollierter wiederholter Kontakt mit einer allergieauslösenden Substanz die Empfindlichkeit gegen diese Substanz herabsetzt. Sie wirkt damit als einzige Behandlungsform direkt auf die ursächlichen Krankheitsprozesse der Allergie. Voraussetzung für den Erfolg der Impfbehandlung ist die konsequente Durchführung für etwa zwei bis drei Jahre. Tsp

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