Zeitung Heute : Das Problem der Geldübergabe

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Kaum ein Erpresser hat sich so intensiv mit der Problematik der Geldübergabe auseinandergesetzt wie Arno Funke – und kaum einer scheiterte so kläglich.

14. August 1992: Funke weist die Polizei an, eine mit Geld gefüllte Blechkiste per Magnet an einen Waggon zu heften. Über Funksignal löst er die Kiste vom Zug und verschwindet mit einem Haufen Papier.

19. April 1993: Funke lässt das Geldpaket in einer Streusandkiste legen. Während die Polizei in der Nähe auf den Erpresser lauert, flüchtet er mit Beute in der Kanalisation. Er hatte die Kiste auf einen Gullydeckel gestellt und den Boden präpariert. Auch diesmal ist kein echtes Geld drin.

22. Januar 1994: Die Beamten sollen das Geld in eine selbstgebaute Lore legen, die auf einer Bahnschiene fährt. Kurz bevor es bei Funke ankommt, entgleist das Gerät.

22. April 1994: Funke wird geschnappt, als er per Telefon neue Anweisungen für die Geldü bergabe durchgeben will. In seinem Bastlerdepot finden die Polizisten ein unfertiges Mini-U-Boot zum Fernlenken. Damit hätte Dagobert den Polizeitauchern einen spannenden Einsatz beschert. loy

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