Zeitung Heute : "Das reicht nicht"

Das Problem auf der Anwendungsebene ist, daß das nichts über die Zeitrechnung der Chips in den Anlagen aussagt. Wenn eine Funkuhr der Anwendungsebene den Jahreswechsel vorgibt, die Chips aber auf dem Datum vom 19. Juli stehen, dann haben wir nur eine Teilsimulation. Einzelne Geräte kann man damit gut testen. Aber wenn man vernetzte Systeme hat, dann können sich Fehler von einzelnen Rechnern in chaotischer Weise durch teilgetestete Systeme fortpflanzen. Welche Faktoren lassen sich nicht exakt vorhersagen? Die Bewag hat sich bei den von ihr benutzten Chips offensichtlich auf die Analysen der Anlagenhersteller verlassen. Das reicht nicht. Denn die Hersteller vieler Schaltschränke für Elektrizitätsnetze kaufen Chips zusammen, müssen dabei den Herstellern der Chips vertrauen. Ich bezweifle, daß die in jedem Fall dokumentieren können, was für Chips sie verwendet haben.

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