Das Rettungskonzept : Euro nach Athen tragen

Zwei Mal sind bereits Rettungspakete für Griechenland aufgelegt worden. Im Gegenzug hat das Land unterdessen wenig von seinen Versprechungen eingehalten.

Tsp

Im April 2010 beschloss der EU-Gipfel das erste Rettungspaket in Höhe von 110 Milliarden Euro für drei Jahre. Im Gegenzug verpflichtete sich Athen zu einem strikten Spar- und Reformkurs. Doch die Auflagen wurden nicht planmäßig umgesetzt. Im Sommer 2011 beschlossen die Regierungschefs ein zweites Rettungspaket. Im Oktober wurde mit den Banken ein Schuldenschnitt von 50 Prozent ausgehandelt. Das Gesamtvolumen des

Rettungspakets betrug 172,6 Milliarden Euro (inklusive 24,4 Milliarden aus dem alten Programm) für die kommenden zwei Jahre. 30 Milliarden Euro davon gehen zur Absicherung an die Banken. Damit sollte erreicht werden, dass die Gesamtverschuldung der Griechen von weit über 160 Prozent der Wirtschaftskraft bis 2020 auf 117 Prozent abgebaut wird. Dafür mussten die Hellenen Haushaltskürzungen von 3,2 Milliarden Euro und heftige Sparmaßnahmen akzeptieren. Doch auch das zweite Programm wurde bislang nicht ansatzweise umgesetzt. dapd

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