Zeitung Heute : Das Rezept: Knusprige Bier-Ente

Carmen Krüger

Diese Ente gelingt auch denen, die kein Brötchen mit Wurst belegen können. Aber eines gleich mal vorweg: Aufwärmen ist das Schlimmste, was man einem Vogel antun kann. Das ist sein Tod! Aufwärmen darf man Rouladen und Goulasch, sonst nichts. Also wird die Ente frisch serviert, ja?

Eine Brandenburger Landente wird gewaschen und mit Küchenkrepp trockengetupft. Innen und außen salzen. Dann kommt sie in einen Bräter, etwas Wasser dazu, der Boden ist leicht bedeckt, in den Ofen damit. Hitze: 220 Grad. Nun ist nichts weiter zu tun, als alle zehn bis 15 Minuten Bier rüberzukippen. Welches Bier? Ein Pilsener, das der Koch auch gerne trinkt. Das Wasser verdunstet, das Fett der Ente brät aus, und Sie übergießen immer wieder mit Bier. So erhalten Sie zwar keine Soße (was am Pfannenboden bleibt, ist bitter), aber die Ente ist an Knusprigkeit nicht zu überbieten. Durch den Zucker im Bier schmeckt die Haut, als sei sie mit Honig eingestrichen.

Nach etwa eineinhalb Stunden ist die Ente fertig. Wer mag, isst die Brüste nach einer guten Stunde (sie sind schneller zart) und brät den Rest weiter. Die Keulen gibt es dann als Nachschlag. Dazu serviere ich frischen Salat. Ist das nicht einfach?

Mein Tipp: Sie können auch eine französische Ente nehmen, die hat allerdings mehr Fleisch auf den Rippen. Zwei Stunden im Ofen kann so ein Vogel vertragen. Falls der Herd spinnt (und das tut er gerne), kaufen Sie zur Sicherheit ein Ofenthermometer. Das ist billig, und Sie haben die Temperatur im Griff.

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