DAS SPIELE ICH : Die Stille hören lassen

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Joan La Barbara, Stimmperformerin.

FOTO:  ISA WIPFLI
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John Cage mochte Überraschungen! Er überlagerte oft verschiedene seiner Werke in einer Aufführung für neue Erfahrungen. Ne(x)tworks und Maulwerker reflektieren dieses Konzept in unserer Produktion, in der wir Cages Theaterstück „Song Books“ mit Solos aus dem „Concert for Piano and Orchestra“ verbinden. In den zwei Jahrzehnten, die ich mit Cage zusammenarbeitete, habe ich bei mehreren von ihm geleiteten Aufführungen mitgewirkt. Die neue Produktion habe ich dementsprechend gestaltet, um das einfließen zu lassen, was ich von seinen Entscheidungsprozessen weiß. Mit „Persistence of Memory“ komponierte ich ein Werk, in dem natürliche Klänge, Geräusche und überraschende Effekte miteinander gemischt, aber auch mit linearem musikalischen Material verbunden werden. Dabei werden einige meiner vokalen Techniken auf Instrumente übertragen. Zum Einsatz kommen grafische, textbasierte und traditionellere Notationen, die mein Mentor oft benutzte, um das Vorhandensein von Klang mit dem Nichtvorhandensein, mit Stille zu unterstreichen. Aleksandar Kostic hat auf meinen Wunsch hin einen neuen Film als komplementäre visuelle Komponente zu meinem Werk geschaffen.

Joan La Barbara eröffnet die MaerzMusik: 17.3., 19 Uhr im Haus der Berliner Festspiele

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