DAS SPIELE ICH : Drei Versionen einer Geschichte

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Bent Sørensen , Komponist .

FOTO:  OMAR INGARSLEV
FOTO:  OMAR INGARSLEV

Mein neues Klavierquintett „Rosenbad-Papillons“ ist der erste Teil einer groß angelegten Trilogie. Die beiden weiteren Teile bestehen aus „Pantomime“, für Klavier und Ensemble, und „Mignon“, für Klavier und Streichorchester. In allen drei Teilen bleibt der Klavierpart derselbe, jedoch die Reihenfolge der insgesamt sieben Sätze ändert sich sowie die den Solopart umspinnende Musik. Für mich hat das Werk eine sehr cineastische Form: Man könnte auch sagen, die gleiche Geschichte (Klavierpart) wird auf drei verschiedene Arten erzählt, gleichzeitig werden drei unterschiedliche Geschichten von ein und derselben Person erzählt (Pianist). Ganz am Anfang des ersten Satzes von „Rosenbad“ stellt das sehr virtuose und schnelle Klavierspiel eine Begleitung zum Streichquartett dar, wobei im vierten Satz von „Mignon“ der gleiche Klavierpart sich plötzlich komplett selbst überlassen ist. Der Titel „Rosenbad“ entstammt der Novelle „Ehrengard“ von Karen Blixen und ist zugleich auch eine Hommage an die von mir hochverehrte Pianistin Katrine Gislinge. „Rosenbad“ wurde vom Stenhammar Quartett und Katrine Gislinge in Auftrag gegeben und ist ebendiesen Künstlern gewidmet.

„Rosenbad-Papillons“ von Bent Sørensen wird bei der Nordischen Nacht im Radial-

system aufgeführt. 28.2., 19 Uhr

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