DAS SPIELE ICH : Esprit und Charme

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Xavier de Maistre, Harfenist

FOTO: MARCO BORGGREVE
FOTO: MARCO BORGGREVEFoto: www.marcoborggreve.com

Berlin hat für jeden klassischen Musiker eine besondere Bedeutung. Deswegen freue ich mich sehr darauf, zum ersten Mal im Konzerthaus Berlin aufzutreten. Auf dem Programm stehen zwei Standardwerke, man würde fast sagen „Hits“ der Harfenliteratur. Zuerst das Konzert in B-Dur von Georg Friedrich Händel. Es gehört zu den sechs Orgelkonzerten Opus 6 und wurde schon zu Händels Zeiten auf der Harfe gespielt. Die Harfe kann die originale Partitur spielen, ohne sie wirklich verfremden zu müssen. So lässt sich das Konzert im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal neu erhören. Mit der Harfe wirkt es transparenter, lichter und graziler. Das „Concerto en do majeur pour harpe“ ist wahrscheinlich das bekannteste Stück von François-Adrien Boieldieu. Es ist eins meiner Lieblingskonzerte, voller Esprit und Charme. Nach einem brillanten ersten Satz darf die Harfe eine wunderschöne Cantilene auf einem Streicherteppich spielen. Der dritte Satz ist ein richtiger Ohrwurm, den jeder Zuhörer dann auf dem Rückweg nach Hause singen kann. Begleitet werde ich von dem wunderbaren Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Stefan Valdar.

Xavier de Maistre (Harfe) und das Wiener KammerOrchester; 1.12., 20 Uhr im

Konzerthaus Berlin

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