DAS SPIELE ICH : Freiheit und Euphorie

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Arne Jansen, Gitarrist

Ich liebe die Freiheit der Improvisation – das Hören auf die Mitmusiker und das gemeinsame „Komponieren im Moment“. Beim Komponieren genau wie beim Improvisieren folge ich einem melodischen Motiv, dass bei mir einen Nerv berührt. Dieses Gefühl versuche ich dann konsequent weiterzuverfolgen, wohin es mich auch führen mag. Es handelt sich weniger um einen bewussten Schaffensprozess als vielmehr um eine unbewusste Entdeckungsreise, bei der ich versuche, dem musikalischen Kerngedanken zu folgen. Ich verehre die Meister dieser Kunst, wie z.B. Miles Davis, Bob Dylan, Mahler oder Radiohead. Das hat natürlich mit meiner musikalischen Herkunft zu tun. Nach meinen Anfängen als Rockgitarrist mit einer Vorliebe für Jimi Hendrix und Mark Knopfler entdeckte ich mit fast blinder Euphorie den Jazz. Über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren habe ich mich äußerst intensiv mit dieser musikalischen Ausdrucksform beschäftigt. So ist mir ein Bedürfnis und eine große Freude geworden, zusammen mit meinen Mitmusikern Eva Kruse und Eric Schaefer eine Musik zu spielen, die ihre Inspiration aus all diesen verschiedenen Stilistiken zieht und im Jazz wie auch in der Rock- und Popmusik gleichermaßen verwurzelt ist.

JazzFest Berlin ’08: Das Arne Jansen Trio spielt am 5. und 6.11. im A-Trane, 22 Uhr

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