DAS SPIELE ICH : Tragischer Liebestod

Es ist die tragische Königin Dido, deren Geschichte mich seit Jahren immer wieder bewegt hat. Wie fast jeder Musiker lernte ich zuerst die Dido von Henry Purcell kennen. Nun habe ich als Cembalist des Hamburger Elbipolis Barockorchesters die großartige Gelegenheit, eine Dido-Oper des damals 24-jährigen Christoph Graupner zu spielen, der in Hamburg Cembalist an der Gänsemarktoper war. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, in den frühen 1700er Jahren dort gewesen zu sein. Als Kollegen hatte Graupner den auch noch jungen Georg Friedrich Händel, Johann Mattheson, und nicht zuletzt Reinhard Keiser. So viel Genie auf einem Haufen! Was für Gespräche die wohl gehabt haben? „Christoph, deine Instrumentierung übertrifft alles bisher Dagewesene.“ „Aber Georg, dafür sind deine Melodien immer noch die schönsten!“

Eigentlich schade, das es im Rahmen des Zeitfenster-Festivals nur eine Aufführung geben wird. Aber wenigstens helfe ich mit, Christoph Graupner als einen großen Komponisten des Barock wiederzuentdecken. Verdient hat er es ...

Zeitfenster – Biennale für Alte Musik:

„Dido, Königin von Carthago – Oper in drei Akten“ von Christoph Graupner. Mit dem Elbipolis Barockorchester Hamburg

15.4., 20.00 Uhr, Konzerthaus Berlin

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