Zeitung Heute : DAS ERGEBNIS

Fallzahlen

Pro Jahr operieren die niedergelassenen Augenärzte Berlins rund 22 000 getrübte Linsen ambulant. Weitere jährlich 15 000 Eingriffe werden im Krankenhaus vorgenommen – sowohl mit als auch ohne stationäre Aufnahme. In Berlin bieten zehn Krankenhäuser diese Behandlung an.

Arztpraxen

Am Vergleich haben 17 Augenarztpraxen mit 22 Medizinern teilgenommen. Vier Behandlungszentren erbrachten im Jahr 2008 mehr als 2000 Kataraktoperationen: die Augenambulanz des Vivantes-Klinikums Neukölln, die Augentagesklinik Zehlendorf, die Praxis Dres. Pahlitzsch und die Praxis Schwarz/Dr. Kuhlicke.

Ärztebefragung

Für die Kataraktoperationen haben wir die niedergelassenen Augenärzte Berlins um ihre Empfehlungen gebeten. Weit mehr als die Hälfte der Mediziner haben sich an der Umfrage beteiligt und insgesamt 360 Empfehlungen abgegeben. (Jeder Arzt konnte mehrere Praxen empfehlen.) Die drei am häufigsten genannten Behandler sind: die Augentagesklinik Zehlendorf, die Praxis Dres. Pahlitzsch und die Praxis Schwarz/Dr. Kuhlicke.

Narkosemethoden

(1) Eine Vollnarkose, die für den Körper belastend sein kann, ist bei Kataraktoperationen nur selten nötig. Das kann etwa dann der Fall sein, wenn der Patient nur noch ein Auge hat, und man das Risiko einer Erblindung etwa durch unkontrolliertes Hochschrecken während der Operation vermeiden möchte. Manche Ärzte bieten diese Methode ihren Patienten aber auch auf Wunsch an.

Wesentlich häufiger ist die örtliche Betäubung des Auges, die etwa 20 Minuten vor Beginn des Eingriffes eingesetzt wird. Daher ist auch noch am Operationstag der Verzehr leichter Kost erlaubt. Durch die örtliche Betäubung bemerkt der Patient von der Behandlung meist nur wenig. Die örtliche Betäubung erfolgt per Spritze (2), mit einem Gel (3) oder mit Augentropfen (4). Bei der Spritze wird das Narkosemittel mit einer feinen Kanüle neben den Augapfel (nicht ins Auge) gespritzt. Die Augentropfen oder das Gel werden direkt auf das Auge aufgetragen. Bei der örtlichen Betäubung ist die Beweglichkeit des Auges und der Lider sowie die Bildübertragung des Sehnervs eingeschränkt. Zusätzlich gibt es oft ein leichtes Beruhigungsmittel. I.B.

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