Zeitung Heute : Dem Fiskus entzogen

Der Tagesspiegel

Durch einen Freistellungsauftrag kann ein Bankkunde einen Teil seiner Einkünfte aus zinsbringenden Anlagen dem Zugriff des Fiskus entziehen. Denn dieser erhebt seit 1992 eine Zinsabschlagssteuer, mit der er je nach Anlageform 25 bis 30 Prozent der Erträge, die die Bürger beispielsweise aus Wertpapieren oder Sparbuch-Guthaben erzielen, in die Staatskassen umleitet. Die Banken ziehen den Betrag direkt vom Zins ab und leiten ihn an das Finanzamt weiter. Daher muss der Freistellungsauftrag bei der Bank vorgelegt werden, bei der das Geld angelegt ist. Er kann auch auf mehrere Konten und Banken aufgeteilt werden. Pro Person können Einkünfte in Höhe von 1550 Euro freigestellt werden. Für Ehepaare gilt der doppelte Betrag. Der Auftrag kann zeitlich befristet sein, wenn dies gewünscht ist. Ansonsten hat er unbegrenzt Gültigkeit. Formulare gibt es bei den Banken. opp

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