Zeitung Heute : Dem Unkraut an die Wurzel

Wuchernden Giersch im Garten eindämmen

Hartnäckig. Bei Giersch hilft nur komplett ausgraben oder abdecken. Foto: dpa-tmn
Hartnäckig. Bei Giersch hilft nur komplett ausgraben oder abdecken. Foto: dpa-tmnFoto: dpa-tmn

Giersch zählt zu den Wurzel-Unkräutern. Das macht ihn bei vielen Gartenbesitzern unbeliebt. Denn so einfach hacken und auf den Kompost werfen wie Samen-Unkräuter lässt er sich nicht.

Die Pflanze hat die Fähigkeit, aus jedem Wurzelstück im Boden neu auszutreiben, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Wer Flächen, in denen die Pflanze sich breitgemacht hat, einfach umgräbt, verschärft das Problem, denn danach sprießt der Giersch (Aegopodium podagraria) frisch aus ganz vielen Wurzelstückchen.

Um das hartnäckige Grün einzudämmen, gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann die Pflanze mit der Grabegabel Zug um Zug aufgenommen werden. Dann wird sorgfältig jedes Wurzelstückchen herausgesucht und in die Mülltonne geworfen. Wichtig ist, beim Graben die Wurzelstruktur möglichst nicht zu zerstören. So lässt sich Wurzelfilz komplett herausheben, und den langen Fasern ist besser nachzuspüren. Ist der Boden durchgearbeitet, sollte er regelmäßig auf junge Gierschpflanzen kontrolliert werden.

Der zweite Weg: Bereits verwurzelte Flächen werden mit dicker Pappe, schwarzer Folie oder Unkraut-Vlies überdeckt. Die Abdeckung sollte mindestens zwei Jahre liegen bleiben, um die Wurzeln zu erschöpfen. Damit die Gartenpartie so lange nicht kahl liegt, kann Substrat aufgebracht und bepflanzt werden.dpa

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