Zeitung Heute : Der Berliner Radiosender plant den Sprung ins Bundesgebiet

Reinhart Bünger

Der Berliner Radiosender "Hundert,6", der zur Münchner Kirch-Gruppe gehört, strebt die bundesweite Verbreitung des Programmes an. Dies erklärte der Geschäftsführer des Senders, Georg Gafron, am Donnerstag in Berlin. Der Bekanntheitsgrad von "Hundert,6" liege bei den 30- bis 45-Jährigen Bundesdeutschen bei 14 Prozent, erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner ergänzend. "Es wird ein zweites Hundert,6 geben", kündigte Gafron an. Bestandteile des neuen Programmes sollten auch Dritten zur Verfügung gestellt werden. Ziel des Unternehmens, das im Besitz von Thomas Kirch ist, sei es "in drei Jahren zwei Prozent der Bundesbürger zu erreichen", sagte Gafron: "Wir werden uns zu einem nationalen Anbieter wandeln."

Bezogen auf die Hauptstadt strebt "Hundert,6" für das kommende Jahr erneut die Marktführershaft in Berlin an; derzeit liegt der Sender hier auf Platz zwei - hinter dem "Berliner Rundfunk". Um das Ziel zu erreichen, soll die Berichterstattung über Bundespolitik, Wirtschaft und Ausland verstärkt werden, kündigte Geschäftsführer Georg Gafron an. Man habe namhafte Autoren exklusiv für den Sender verpflichten können, Männer wie den Publizisten Peter Scholl-Latour, den Tagesspiegel-Herausgeber Hermann Rudolph oder den Tagesspiegel-Redakteur Christoph von Marschall. "Hundert,6" will in Zukunft auch intensiv mit der "Welt" zusammenarbeiten. Neuer Chefredakteur des Senders ist - wie bereits exklusiv gemeldet - der Printjournalist Ralph Grosse-Bley. Er kam von der "Bild"-Zeitung und soll vor allem die bundesweiten Ansprüche und Seriosität des Senders repräsentieren.

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