Zeitung Heute : DER BÖRSENGANG

Die Aktien des ehemaligen Staatsunternehmens Deutsche Telekom sind in drei Tranchen an der Börse platziert worden. Im November 1996 kommen erstmals

T-Aktien in den Handel. Damals werden 713,7 Millionen Papiere im Zuge einer

Kapitalerhöhung an die Börse gebracht. Bei einem Emissionskurs von 14,57 Euro (28,50 D-Mark) nimmt die Telekom rund zehn Milliarden Euro ein.

Zweieinhalb Jahre nach dem erfolgreichen Debüt legt die Telekom mit der Ausgabe neuer Aktien nach. Schauspieler Manfred Krug wirbt abermals und lockt zu spät Gekommene mit der „Zweiten Chance“. In der zweiten Tranche, die doppelt überzeichnet war, wurden rund 281 Millionen Aktien zum Preis von 39,50 Euro ausgegeben, der Telekom bringt das 10,8 Milliarden Euro ein.

Danach explodiert der Kurs: In weniger als einem Jahr legt der Wert der T-Aktie um gut das Zweieinhalbfache zu, auf einen Kurs von aus heutiger Sicht atemberaubenden 103,50 Euro am 6. März 2000.

Im Juni 2000 erfolgt die dritte Tranche, der Ausgabepreis liegt bei stolzen 66,50 Euro beziehungsweise 63,50 Euro für

Frühzeichner. Über die staatseigene KfW-Bank bringt der Bund 200 Millionen T-Aktien auf den Markt. Der Staat verdient damals an dem Verkauf rund 13 Milliarden Euro.

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